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CeBIT: KPN Qwest gibt Partnerschaft mit Microsoft bekannt

22.03.2001

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - Der Netzinfrastruktur-Provider KPN Qwest will gemeinsam mit Microsoft in 15 Ländern "Managed Exchange Services "(MES) anbieten. Nach Unternehmensangaben soll die Initiative im Münchner Cyber-Center starten.

Wie Jack McMaster, President und CEO von KPN Qwest auf der CeBIT vor Pressevertretern erklärte, zielt die Zusammenarbeit mit dem Softwaregiganten aus Redmond darauf ab, Anwendungen für Messaging und Collaboration auf Basis von Microsofts .NET-Plattform über das paneuropäische Glasfasernetz seines Unternehmens nutzbar zu machen. Der Service soll über KPN Qwests "Application-Infrastructure-Provider"-(AIP-)-Plattform Kunden in die Lage versetzen, auf Basis einer skalierbaren Architektur Informationen gemeinsam zu erstellen, zu speichern und zu nutzen. In der Partnerschaft mit Microsoft sieht McMaster nur den ersten Schritt in Richtung MES. Sie soll ein breites Angebot von Mehrwertdiensten für Mobiltelefonie und Unified-Messaging-Plattformen unterstützen.

Das MES-Projekt soll zunächst komplett in München koordiniert und gehostet, aber in 15 europäischen Staaten verbreitet werden. Über die Anbindung an Qwests Infrastruktur in Nordamerika sollen die neuen Dienste darüber hinaus in mehr als 150 Städten in den Vereinigten Staaten verfügbar sein. Wie die Partner mitteilten, wendet sich das gemeinsame Angebot an Unternehmen aller Größen, die über Landesgrenzen und technologische Plattformen hinweg kooperieren wollen. Konkrete Anwendungen könnten beispielsweise Telefon- und Videokonferenzen, auch mit mobilen Teilnehmern, sein.

In seiner Präsentation wies McMaster darauf hin, dass er den derzeitigen Technologie-Pessimismus für übertrieben halte: "Die IP-Revolution geht weiter." Konkret bedeute das, man werde zusätzlich zu den bislang 31 vernetzten Städten in Europa über verschiedene Ringe weitere 32 Städte bis zum Jahresende anbinden. Mit Blick auf die Situation in Deutschland teilten McMaster und Koen Bertoen, Vice President und Managing Director bei KPN Qwest Deutschland, mit, dass man angesichts der zurückhaltenden Deregulierungsbestrebungen den Fokus auf Mehrwertdienste wie IP-VPN und Hosting verstärkt habe. Mittlerweile habe das Unternehmen in Deutschland 35 IP-VPN-Kunden, darunter beispielsweise Intershop. Für einen Ausbau der eigenen Infrastruktur durch Akquisitionen sah McMaster keinen Anlass. Vielmehr werde man weiter am physischen Aufbau arbeiten. Zudem seien mehrere Partnerschaften wie die mit Microsoft geplant.