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CeBIT: IDS Scheer wächst gegen den Trend

13.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Software- und Serviceunternehmen IDS Scheer AG hat das Geschäftsjahr 2002 unbeeinflusst von der Branchenkrise mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Zudem konnten die Saarländer die Einnahmen steigern.

Der Umsatz kletterte im abgelaufenen Geschäftsjahr von 160,2 Millionen auf 181,4 Millionen Euro, ein Anstieg um 13,2 Prozent. Sowohl der Bereich Consulting als auch das Produktgeschäft legten um diesen Wert zu. Etwas mehr als die Hälfte der Einnahmen erzielte IDS Scheer in Deutschland, 34 Prozent in Europa und 13 Prozent außerhalb der Alten Welt.

Auch auf der Ertragsseite gelang den Saarländern ein neuer Rekord: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um 179 Prozent von 8,5 Millionen auf 23,7 Millionen Euro, das Vorsteuerergebnis stieg um 157 Prozent auf 26 Millionen Euro an. Der Jahresüberschuss konnte von 5,7 Millionen auf 13,5 Millionen Euro ausgebaut werden. Die Ebit-Marge belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf rund 13 Prozent, während die liquiden Mittel um etwa zehn Prozent auf 100 Millionen Euro zunahmen.

Für das laufende Geschäftsjahr hat sich die Company konservative finanzielle Ziele gesetzt: Der Umsatz soll um etwa zehn Prozent steigen, die Ebit-Marge ebenfalls etwa zehn Prozent betragen. Allerdings steht die Profitabilität an erster Stelle, betonte Finanzvorstand Helmut Kruppke: "Umsatz kann man schließlich kaufen." Kleinere Übernahmen im Lauf des Jahres schloss er nicht aus, konkrete Ankündigungen wollte er nicht machen.

Daneben möchte IDS Scheer den Fokus 2003 auf neue Produkte legen, etwa zusätzliche "Aris-Scouts" für den Bereich Customer-Relationship-Management (CRM). Aris selbst sei immer noch ein Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens sowie ein Türöffner für die Consultants, so Kruppke: "Allerdings darf man sich nicht darauf ausruhen." Weitere Impulse erwartet die Company von den aktuellen IT-Themen Kostenreduktion, Effizienzsteigerung sowie Prozess-Management. (ajf)