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CeBIT: AVM setzt auf ISDN, DSL und Bluetooth

22.03.2001

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - Der ISDN-Spezialist AVM blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2000 zurück. Auf der CeBIT zeigt der Hersteller, wie er durch die Integration von DSL- und Bluetooth-Technik auch in Zukunft seine führende Position halten will.

Johannes Nill, Geschäftsführer der AVM-Gruppe, hat Grund zur Zufriedenheit: Auch im letzten Jahr konnte der ISDN-Markt in Deutschland noch einmal kräftig zulegen. AVM, mit fast 50 Prozent Anteil klarer Führer dieses Segments, profitierte davon in besonderem Maße.

Mit neuen Produkten will der Anbieter der anhaltenden Nachfrage Rechnung tragen. So zeigt AVM auf der CeBIT Version 2.0 seiner erfolgreichen "Fritzcard PCI". Die kompakte Lösung unterstützt den neuesten PCI-Standard (2.1) und verbraucht mit 100 Milliwatt nur sehr wenig Strom. Wie Nill betont, ist sie überdies bereits für kommende Windows-Generationen vorbereitet. Auch "FritzX USB", eine Kombination aus ISDN-Adapter und TK-Anlage, hat der Hersteller überarbeitet. Das externe Gerät, das ab Juni zu haben sein wird, bietet nun - erstmalig in dieser Klasse - auch CAPI-2.0-Treiber für Linux.

Wachstumschancen sieht AVM für die Zukunft im Bereich Digital Subscriber Line (DSL). Hier möchte sich der Anbieter mit seinem kompakten ADSL-Controller etablieren. Das Gerät, das ISDN-Controller und ADSL-Funktionalität auf einer einzigen Steckkarte vereint, soll Schluss machen mit der Komplexität, die Nill an derzeitig verfügbaren Lösungen kritisiert.

Eine weitere Neuheit, die das Unternehmen in Hannover zeigt, ist die "FritzCard Bluetooth", mit der Anwender im Privat- und Small-Office/Home-Office-Umfeld ihre Rechner mit Hilfe der Kurzstreckenfunktechnik Bluetooth ins Internet bringen sollen. Es handelt sich um eine PCI-Karte zum Einbau in den PC, die ab Herbst verfügbar sein soll. Der Preis steht noch nicht fest. Unter der Bezeichnung "Blue Fritz" sollen ab dem dritten Quartal dieses Jahres weitere Bluetooth-fähige Produkte folgen.