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CeBIT: Arcor präsentiert Videoconferencing für VPN-Firmennetze

03.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der deutsche Festnetzbetreiber Arcor hat für die CeBIT eine Videokommunikationslösung für Firmennetze angekündigt, die technisch als IP-basierende Virtual Private Networks (VPN) eingerichtet sind. Bei dem kommenden Service können die Kunden zwischen Punkt-zu-Punkt- und Mehrpunkt-Videokonferenzen wählen. Dabei werden die Verbindungen über einen virtuellen Konferenzraum aufgebaut, der zentral auf einem Server von Arcor betrieben wird. Parallel zur Video-Session lassen sich Anwendungen wie Application-Sharing oder Whiteboard-Funktionen nutzen. Darüber hinaus können dem Carrier zufolge während einer Konferenz jederzeit weitere Teilnehmer zugeschaltet werden.

Arcor setzt mit dem Dienst, für den noch keine Tarifstruktur bekannt geben wurde, auf einen Markt, der laut Marktforschungsunternehmen IDC gute Wachstumschancen hat. Den Analysten zufolge wird das Geschäft mit Video- und Datenconferencing über IP in Deutschland 2005 ein Volumen von rund 130 Millionen Euro erreichen und kommendes Jahr um 46 Prozent auf 193 Millionen Euro ansteigen.

Laut Jobst von Garmissen, Abteilungsleiter Produkt-Management Geschäftskunden bei Arcor, stehen die Chancen jetzt besser, dass Videoconferencing bei Unternehmen Akzeptanz findet. Aufgrund der sehr weit fortgeschrittenen Sprach-Datenintegration, so der Manager, sei die Qualität nun wesentlich besser und würden Videokonferenzen zur Steigerung der Produktivität beitragen. Außerdem ließen sich Videokonferenzlösungen über IP-VPN einfacher und preiswerter realisieren, weil anstelle teurer Videoterminals günstige USB-Kameras verwendet werden könnten und für die Einrichtung keine Spezialkenntnisse erforderlich seien.

Mit der Arcor-Lösung können Firmen sowohl Filialen als auch Heimarbeitsplätze in den Videokonferenzverbund integrieren. Vorteile entstehen dem Anbieter zufolge dadurch, dass die Kommunikation in Projektgruppen verbessert und beschleunigt, die Produktivität durch geringeren Zeitaufwand für Reisen gesteigert und die Nutzung von Ressourcen optimiert werden kann. (pg)