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CeBIT America: Viel Sicherheit - uneinheitliche Schnittstellen

23.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf der CeBIT America in New York standen die Sicherheitsexperten insbesondere von Cisco Systems Inc. und Network Associates Inc. auf dem Prüfstand einer Öffentlichkeit. Die sieht viele Sicherheitsangebote der Firmen, aber keine einheitliche Politik, all die Werkzeuge unter eine einheitliche Benutzerschnittstelle zu ordnen. Wiewohl eine für den Anwender sinnvolle Entwicklung bei den Unternehmen in Planung ist, wird eine Realisierung noch Monate, wenn nicht Jahre dauern.

Cisco ist gerade dabei, ein Web-basierendes Design-Werkzeug zu kreieren, dass im Frage- und-Antwort-Stil Eingaben ermöglicht, die dann wiederum ein Netzdiagramm entwerfen, dass automatisiert einen Sicherheitsentwurf für die Datenhaltung- und -speicherung erarbeitet, sagte Jeff Platon, Ciscos Marketingmanager für Produkte und Technologien. Platon sah sich allerdings auch mit Kritik konfrontiert, die sich gegen Ciscos verwirrenden Ansatz beim Management seiner unterschiedlichen Sicherheitstools richtete. So biete Cisco Managementoptionen wie den "Cisco Security Device Manager", die "Cisco Works Security Information Management Solution", das "Cisco IP Solution Center Security Technology Module for Management" und die "Cisco Works VPN Security Management Solution" an. Die Frage sei, ob und wann Cisco all diese Tools einmal zu einer einzigen Lösung zusammenfassen werde. Platon meinte darauf, das werde es in der Tat geben. Zumindest werde man weniger Lösungen anbieten in Zukunft. Wann dies

allerdings sein werde, konnte Platon nicht so genau sagen. Aber das "wird wohl in den nächsten zwölf bis 18 Monaten nicht geschehen."

Network Associates andererseits bietet zum einen eine Managementkonsole für seine "Webshield"-Produkte an. Das sind Anti-Virus-Messaging-Anwendungen. Zum anderen hat das Unternehmen die "Sniffer"-Software im Angebot, was wiederum ein Protokollanalyse-Werkzeug ist. Sniffer soll zudem erweitert werden um die Netz-Schutzsoftware "Intruvert". Intruvert läuft bislang noch unter einer eigenen Management-Schnittstelle. Ähnlich wie bei Cisco wollte auch Network-Manager Christopher Thompson keine Angaben machen, wann die verschiedenen Tools unter einer Managementschnittstelle angeboten werden. Innerhalb der kommenden neun Monate könne man solch eine vereinheitlichte Schnittstelle aber nicht erwarten. (jm)