"Große Namen sind zurück"

CeBIT 2011 mit Ausstellerplus

21.02.2011
Nach mehreren durchwachsenen Jahren beschwören die Macher der CeBIT die Rückkehr zu alter Stärke.

Eine Woche vor dem Start der weltgrößten Computermesse ist die Stimmung gut. Ein leichtes Ausstellerplus und das neue Themenprofil sorgen für Zuversicht.

IBM-Chef Sam Palmisano eröffnet die CeBIT 2011 gemeinsam mit Kanzlerin Merkel und dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan.
IBM-Chef Sam Palmisano eröffnet die CeBIT 2011 gemeinsam mit Kanzlerin Merkel und dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan.
Foto: IBM

Zur weltgrößten Computermesse CeBIT kommen in diesem Jahr wieder etwas mehr Aussteller. Eine Woche vor dem Start meldeten sich über 4200 Unternehmen an, wie Messechef Frank Pörschmann am Montag in Hannover sagte. Im vergangenen Jahr waren es 4150. "Wir freuen uns auch über einige Rückkehrer", betonte Pörschmann. Dazu gehörten etwa Drucker-Hersteller wie Brother, Epson oder Xerox.

Die Ausstellerzahl war 2009 in der Wirtschaftskrise um ein Viertel auf 4300 eingebrochen und hatte im vorigen Jahr nochmals leicht nachgegeben. Daneben musste sich die CeBIT zunehmend gegen konkurrierende Hightech-Messen behaupten.

Die Organisatoren gaben sich zuversichtlich, dass vom 1. bis zum 5. März nicht nur Fachleute aus Forschung und Industrie, sondern wieder auch mehr Verbraucher die Messe besuchen. Partnerland der CeBIT ist in diesem Jahr die Türkei. Die türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan wird die Messe am kommenden Montag (28. Februar) zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnen.

Der für die CeBIT zuständige Vorstand der Deutschen Messe AG, Ernst Raue, sieht die Messe nach mehreren durchwachsenen Jahren auf einem guten Weg: "Wir wachsen wieder. Die Dynamik, die wir zurzeit in der Branche spüren, ist unglaublich hoch." Es sei wichtig, dass die CeBIT neben Hardware-Technologien und dem Industriekunden-Geschäft auch stärker auf Privatnutzer zugehe. Auch der Branchenverband BITKOM erwartet dadurch Zuwächse. Aus Sicht der Messegesellschaft wird außerdem die Verlagerung von IT-Leistungen aus den Rechenzentren der Unternehmen ins Internet (Cloud Computing) immer bedeutender.

Pörschmann sieht den Messeauftritt von Schwergewichten wie IBM als Beleg für die anhaltende Zugkraft der CeBIT. Auch Mobilfunk-Giganten wie Telefónica und Motorola seien diesmal mit im Boot. "Die großen Namen sind zurück", meinte der CeBIT-Chef. IBM-Messeleiterin Jutta Jacobi sagte, die CeBIT sei für den US-Branchenriesen weiterhin unverzichtbar: "Keine Plattform ist mit ihr vergleichbar." Auch IBM-Chef Sam Palmisano reist am Montag zur Eröffnung nach Hannover.

Gezeigt werden in Hannover Neuheiten aus den Sparten "Pro" (Geschäftskunden), "Gov" (öffentliche Hand), "Lab" (Forschung) und "Life" (Privatnutzer). Das Ergebnis werde nicht allein an der Zahl der Aussteller und Besucher gemessen, sagte Pörschmann. "Diese Werte sagen an sich wenig über den Erfolg aus." Entscheidend sei die Summe der Geschäftsabschlüsse. 2010 war die Besucherzahl bei der CeBIT deutlich von knapp 400.000 auf 334.000 zurückgegangen. Die Messe war im Vergleich zu 2009 aber auch um einen Tag verkürzt worden. (dpa/tc)