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CE Consumer gibt US-Tochter SND auf

07.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der defizitäre Chiphändler CE Consumer kann sein Geschäft in Nord- und Mittelamerika nicht mehr weiter führen. Die Finanzierung der US-Tochter SND Electronics sei nicht mehr gesichert, daher sei die Trennung geplant, teilte der Konzern am Donnerstag in München mit. Infolge einer Sonder-Überprüfung von SND seien Abwertungen nötig, die den Konzern im ersten Halbjahr tiefer in die roten Zahlen drückten. Zudem sei mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt. Zum 30. September belief es sich auf voraussichtlich 1,3 Millionen Euro.

Wie CE Consumer mitteilte, erhöhte sich der konzernweiter Halbjahresverlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) wegen der Wertkorrektur deutlich auf 21,2 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2004 hatte das operative Minus 227.000 Euro betragen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich von knapp 150 auf 164,5 Millionen Euro. Ursprünglich hatte der Chiphändler für 2005 einen Gewinn angepeilt, die Prognose aber Anfang August wegen der Probleme bei SND gekappt.

CE Consumer will nun eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Auf dieser sollen die Aktionäre über die künftige Ausrichtung und Strategie des Unternehmens unterrichtet werden. Einen genauen Termin nannten die Münchener noch nicht. Das Münchner Unternehmen beschäftigte nach eigenen Angaben per Ende Juni weltweit 510 Mitarbeiter in 31 Niederlassungen. (dpa/mb)