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CDI-Analyse zum IT-Stellenmarkt 1999

14.09.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Weiterbildungsunternehmen CDI Deutsche Private Akademie für Wirtschaft GmbH hat seine traditionelle Analyse des deutschen IT-Stellenmarkts 1999 vorgelegt. Herausragendes Ergebnis: die Zahl einschlägiger Angebote ist im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent gestiegen.

Am gefragtesten sind mit 30 Prozent nach wie vor Programmierer (auf ein Angebot für Systemprogrammierer kommen in diesem Segment dreieinhalb für Anwendungsentwickler), gefolgt von System- und Netzwerkexperten mit 20 Prozent. Knapp dahinter liegen Projekt-Management und Consulting mit zusammen 18 Prozent, IT-orientierte Vertriebs- und Marketing-Positionen sind heuer mit zehn Prozent etwas schwächer vertreten als im Vorjahr. Insgesamt hat CDI im ersten Quartal 1999 gut 28 700 Stellenangebote registriert (1998: 22 600). Die größte Nachfrage kommt aus der Branche selbst: 60 Prozent aller Fachleute werden von IT-Unternehmen gesucht.

Die Unternehmen nutzen nach Erfahrungen von CDI neben den "klassischen" Stellenanzeigen, bei denen die Resonanz qualifizierte Bewerber sehr zurückhaltend ausfällt, immer stärker auch neue Wege, um geeignete Kandidaten anzusprechen. Dazu zählen Online-Jobbörsen, die Karrierebereiche der firmeneigenen Website sowie IT-Fachmessen. In besonders gefragten Bereichen helfe oft nur noch die direkte Ansprache durch Personalberater (Headhunting), so CDI.

Wie hoch der Mangel an IT-Spezialisten hierzulande wirklich ist, sei aufgrund der unterschiedlichen Fragestellungen und Untersuchungsbereiche der entsprechenden Studien schlechterdings unmöglich, meint CDI. Der Fachverband Informationstechnik im VDMA und ZVEI (FVIT) gehe beispielsweise von bis zu 70 000 momentan unbesetzten Stellen aus, während der Bundesverband Informations- und Kommunikationssysteme (BVB) die Anzahl der Vakanzen mit 100 000 deutlich höher beziffere.