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Castro dementiert Cyberwar-Vorwürfe

15.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Kubas Staats- und Regierungschef Fidel Castro hat Vorwürfe von US-Beamten zurückgewiesen, wonach das Land einen Cyber-Krieg gegen die USA führt. Er bezeichnete die Anschuldigungen als "verrückt" und fügte hinzu, dass Kuba solche Attacken nicht starten könne, da es nicht über die nötige Technologie verfüge. Castro betitelte die USA in einer im kubanischen Fernsehen übertragenen Rede als ein "Reich, das nur Lügen kenne".

Die Äußerungen waren eine Reaktion auf einen mündlichen Bericht im US-Senat von Thomas Wilson, Direktor der Defense Intelligence Agency (DIA), im Februar dieses Jahres. Wilson erklärte, dass Kuba über das Potenzial verfüge, Computernetzwerke in den USA zu attackieren. Der kubanische Regierungschef hat unterdessen den demokratischen Politiker Ron Wyden eingeladen, sich vor Ort von der Situation zu überzeugen.