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CAs CTO wird lieber Venture Capitalist

11.05.2006
Mark Barrenchea, zuletzt Executive Vice President und Chief Technology Office (CTO) bei CA, wechselt als Director zur Private-Equity-Firma Garnett & Helfrich Capital.

Die im kalifornischen Menlo Park ansässige Investment-Firma hatte zum Start rund 350 Millionen Dollar aufgetrieben. Diese nutzte es, um bestehende Sparten aus größeren Hightech-Firmen herauszukaufen. Unter anderem erwarb Garnett & Helfrich das "Ingres"-Datenbankgeschäft von CA (siehe "CA lagert Ingres aus") und die Bladeserver-Switches von Nortel Networks (siehe "Nortel trennt sich von seinen Bladeserver-Switches"), die inzwischen beide als eigenständige Firmen agieren.

Barrenchea wird bei Garnett & Helfrich sowohl mit den vorhandenen Portfolio-Firmen arbeiten als auch beim Aufbau eines weitere Fonds mitarbeiten, mit dem das Unternehmen in Europa und Asien aktiv werden möchte. Im Fokus sollen dabei Software, Hardware, Medien und Kommunikation stehen. Der Manager hält das Modell des Herausbrechens unabhängiger Firmen derzeit für überzeugend - viele Hightech-Firmen hätten zu viel Bares und keine Schulden.

"Mit Blick auf die galoppierende Konsolidierung denke ich, dass erfolgreiche Unternehmen sich verstärkt auf ihre Kernmärkte konzentrieren und sich von anderen Aktivitäten trennen werden", erklärte Barrenchea. "Ich glaube, die Dynamik verändert sich."

Der Manager war von Oracle zu CA gekommen und gehörte zum Top-Management, das im Zuge eines Bilanzskandals fast vollständig ausgetauscht wurde. Einigen der früheren Executives, darunter Ex-CEO Sanjay Kumar, drohen sogar Gefängnisstrafen (siehe "Ehemaliger CA-Chef Kumar gibt Bilanzbetrug zu"). Barrenchea erklärte, er gehe nicht, weil er mit der Restrukturierung von CA unzufrieden sei. "Es geht eher um die sich bietende Gelegenheit", sagte er dem Branchendienst "Cnet". Bis Mitte Juni bleibe er noch bei CA, seine Nachfolge sei noch offen. (tc)