Kleine Helfer

Cappuccino bringt Mac-Usability ins Web

Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Die jungen Entwickler hinter "Cappuccino" sind sehr ehrgeizig: Ein Web-Framework, bei dem man keinen HTML- beziehungsweise CSS-Code schreiben kann und sich mit dem DOM (Document Object Model) nicht auseinandersetzen muss, ist allein schon ein recht mutiger Ansatz. Dazu kommt noch eine selbst entwickelte Programmiersprache, Objective-J, die das Beste von Javascript und Objective-C vereinen soll.
Cappuccino kommt ohne HTML und CSS aus.
Cappuccino kommt ohne HTML und CSS aus.
Foto: Diego Wyllie

Das Ziel dieser cleveren Lösung besteht darin, die Qualität und Benutzerfreundlichkeit, durch die sich Mac-Anwendungen auf dem Desktop auszeichnen, in den Browser zu bringen. Dass dies möglich ist, hat bereits Apple mit seinen eigenen Web-Anwendungen gezeigt - so zum Beispiel mit MobileMe. Die Lösung bietet unter anderem Drag and Drop, Rückgängigmachen und Copy and Paste.

All das kann Cappuccino auch. So stellt es Web-Entwicklern diese und weitere Features wie beispielsweise Ajax-Unterstützung, Cross-Browser-Kompatibilität und eine leistungsfähige Grafik-Engine out of the Box zur Verfügung. Wie die vielen Demos auf der Projekt-Website und vor allem die Online-Präsentationssoftware "280 Slides‚Äù zeigen, kann man mit diesem recht jungen Framework das Look and Feel von Mac-Anwendungen bis ins kleinste Detail im Web nachahmen.

CW-Fazit: Der Einstieg in Cappuccino ist aufgrund der Tatsache, dass man auf HTML- und CSS-Code verzichtet und eine neue Sprache lernen muss, gar nicht so leicht. Doch das Tool hat für manchen experimentierfreudigen Web-Entwickler großes Potenzial. (ph)