Visa-Warndatei

Capgemini entwickelt fürs Bundesverwaltungsamt

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Das Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen Capgemini erweitert im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesverwaltungsamt (BVA) die bestehende Visa-Anwendung.

Es handelt sich dabei einer Mitteilung von Capgemini zufolge um ein Verfahren zum Abgleich der Visumantragsdaten mit den Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zu Personen mit Verbindung zum internationalen Terrorismus. Bereits Ende 2011 wurde ein entsprechendes Gesetz zur Einrichtung einer Visa-Warndatei und zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes verabschiedet. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Gesetzes - und damit der größte Teil des Umsetzungsaufwands - ist der oben genannte Datenabgleich.

Capgemini unterstützt das BVA bereits seit 2006 bei der Neuentwicklung und Modernisierung der Anwendungslandschaft zum Ausländerzentralregister und des Visa-Verfahrens. In diesem Kontext wird nun bis Mitte 2013 die ergänzende Anwendung in die bestehende Systemlandschaft des Visa-Verfahrens integriert.

Bei dem Vorhaben handele es sich um ein klassisches Individualsoftware-Entwicklungsprojekt, das von der Konzeption über Entwicklung und Test bis hin zur Produktivsetzung reiche, so Capgemini. Realisiert wird es auf Basis der "Register Factory", mit deren Hilfe sich umfangreiche neue gesetzliche Anforderungen effizient und kurzfristig umsetzen lassen. Das soll die komplexe Verarbeitungslogik, die sehr hohen Sicherheitsanforderungen sowie eine hohe Verfügbarkeit des Systems sicherstellen.

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