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Cap Gemini Ernst & Young muss zurückstecken

12.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Beratungs- und Serviceunternehmen Cap Gemini Ernst & Young hat seine mittelfristige Prognose zurückgenommen. Insbesondere die Terroranschläge vom 11. September hätten "signifikante Einbußen bei Umsatz und Aufträgen" zur Folge gehabt und die Hoffnung auf eine Markterholung um wenigstens ein bis zwei Quartale verzögert. Die USA seien davon am stärksten betroffen, die dortige Rezession habe aber auch auf andere Länder unabsehbare Auswirkungen.

Seine gegenwärtigen Prognosen bezeichnet Cap Gemini deswegen ganz bewusst als hypothetisch. Sie reichen von einem weiteren moderaten Wachstum (optimistisch) bis hin zu einem globalen Einbruch. Der Vorstand hat daher vorbeugend entschieden, vorerst keine neue Prognose für den Rest des laufenden oder den Anfang des kommenden Jahres abzugeben sowie vorsorglich "Maßnahmen einzuleiten oder zu beschleunigen, mithilfe derer die Gruppe dem Sturm besser widerstehen kann, sollte sich eine Rezession in Europa bestätigen". Explizit werden in diesem Zusammenhang "Kostensenkung, Beschneiden der operativen Strukturen, Umlagerung bestimmter Produktionsaktivitäten sowie der Ausbau von Entwicklungszentren" erwähnt.

Gap Gemini veröffentlichte ferner das testierte Ergebnis des ersten Halbjahres 2001. Mit Einnahmen von 4,4 Milliarden Euro, einem operativen Gewinn von 269 Millionen Euro sowie einem Nettogewinn von 111 Millionen Euro wurden die Ende Juli vorgelegten vorläufigen Zahlen im Wesentlichen bestätigt.