Forschung

Canon packt 120 Megapixel auf Fotosensor

24.08.2010
Von pte pte
Der Elektronikkonzern Canon hat einen CMOS-Bildsensor für digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) mit der Weltrekord-Auflösung von 120 Megapixel vorgestellt.
Canons Sensor-Prototyp löst 120 Megapixel auf (Foto: Canon)
Canons Sensor-Prototyp löst 120 Megapixel auf (Foto: Canon)

Das ist rund sechsmal mehr als bei Canons derzeit höchstauflösenden DSLR-Kameras "EOS-1Ds Mark III" und "EOS 5D Mark II". Dabei ist der Rekord-Chip im APS-H-Format gehalten und somit um fast ein Drittel kleiner als der Bildsensor der EOS-Modelle. Die ultrahohe Auflösung verspricht noch nie dagewesene Bildqualität auch bei starker Vergrößerung.

"Zum aktuellen Zeitpunkt stellt dieser Sensor beeindruckend das Maxium des technisch Machbaren dar", meint Markus Tadler, Product Business Developement DSLR/ DSC/ Video bei Canon, auf Nachfrage von pressetext. Der CMOS-Rekordsensor ist etwa 29,2 mal 20,2 Millimeter groß und bietet auf dieser Fläche 13.280 mal 9.184 Pixel. Das sind etwa 7,5 mal so viele wie bei Canons stärkstem formatgleichen Bildsensor am Markt. Die effektive Auflösung liegt damit rund 2,4 mal höher.

Bei vollem Bildformat kann der Sensor bis zu 9,5 Frames pro Sekunde aufnehmen und ermöglicht somit schnelle Zeitserien in ultrahoher Auflösung. Zudem lässt sich ein Teilbereich des Sensors für Full-HD-Videoaufnahmen nutzen. Mit dem Sensor stellt Canon eine besonders hohe Bildqualität in Aussicht. Insbesondere bleiben Bilder auch dann noch sehr klar und scharf, wenn die Fotos beschnitten oder digital vergrößert werden, so das Unternehmen.

"Ob solche Sensoren den Weg in die Serienfertigung schaffen, bleibt noch abzuwarten", so Tadler. Ein bereits 2007 entwickelter formatgleicher CMOS-Sensor mit immerhin 50 Millionen Bildpunkten hat es bis heute nicht in kommerzielle Kameramodelle geschafft. "Da sowohl die Kapazität von Speichermedien rasch ansteigt als auch der professionelle Bedarf an hochwertigen Bildern am Markt vorhanden ist, könnte der nun angekündigte Sensor sehr wohl einmal interessant werden", betont aber der Canon-Mitarbeiter im pressetext-Gespräch. (pte)