Nach Übernahme

Cancom schmeißt Pironet-Gründer raus

02.12.2014
Der IT-Dienstleister Cancom setzt nach der Übernahme des Cloud-Spezialisten Pironet dessen Gründer vor die Tür.

Der Aufsichtsrat der Tochtergesellschaft und ihr Vorstandsvorsitzende Felix Höger seien grundsätzlich einig, die Bestellung des Managers zum 31.12.2014 aufzuheben, teilten beide Unternehmen am Montagabend mit. Über die finanziellen Details - sprich die Höhe der Abfindung - herrscht noch kein Konsens, der Vorgang wird aber "zu einer einmaligen finanziellen Belastung der Ertragslage" von Pironet führen.

Cancom-Zentrale in München
Cancom-Zentrale in München
Foto: Cancom

Der Aufsichtsrat macht derweil schon Nägel mit Köpfen: Mit Thomas Stark und Frank Richter wurden zum 01.12.2014 zwei Cancom-Manager in den Vorstand von Pironet berufen. Stark soll sich um die bisher von Höger verantworteten Finanzen kümmern, das tut er bisher auch schon bei der Muttergesellschaft.

Cancom hatte Pironet Ende 2013 übernommen und hält derzeit laut Angaben auf der Pironet-Internetseite 78,1 Prozent an dem Unternehmen. An der Börse kam der Personalwechsel nicht gut an: Pironet-Titel gaben im nachbörslichen Handel bei Lang & Schwarz im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um fast zweieinhalb Prozent nach. Cancom-Titel verloren lediglich ein knappes halbes Prozent. (dpa/tc)