Gadget des Tages

Canary - Überwachungssystem alarmiert das Smartphone

Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
Das Sicherheits-Tool Canary kommt klein und unscheinbar daher. Die Größe soll aber nicht über die Funktionen des auf Indiegogo angebotenen Gadgets hinwegtäuschen.

Das Angebot an Gadgets, die Sicherheit für Hof, Heim und Habseligkeiten versprechen, wird immer größer. Aufpasser für Geldbörsen sind ebenso wie Türspione mit Kamera und Schnittstelle zum Smartphone der Renner auf den verschiedenen Crowdfunding-Plattformen. Bei Indiegogo wird derzeit das Überwachungssystem Canary zur Finanzierung angeboten.

Kanarienvogel mit Sensoren

Der Kanarienvogel (Englisch Canary) soll nach Angaben der Entwickler bereits nach wenigen Minuten einsatzbereit sein. Im Inneren des Zylinders befinden sich eine Kamera mit Nachtsichtmodus, ein Mikrofon, ein Bewegungs- sowie ein Beschleunigungssensor. Zudem kann das Gerät mit einem Thermometer, einem Feuchtigkeits- und einem Luftsensor aufwarten.

Damit Einbrecher abgeschreckt werden, ist in Canary eine Sirene und ein Lautsprecher integriert. Möchte ein unbefugter Eindringling das handliche Gerät entfernen, gibt es Warnsignale von sich. Die Daten werden per WLAN versendet und lassen sich über eine Smartphone-App abrufen. Diese wird zum voraussichtlichen Liefertermin im Mai 2014 für Android- und iOS-Mobilgeräte zur Verfügung stehen. Weitere Betriebssysteme sollen folgen. Wer sich gerade auf einer Reise befindet, kann Live-Bilder von seiner Wohnung abrufen.

Allerdings eignet sich Canary immer nur für einen Raum, wer beispielsweise verschiedene Etagen überwachen möchte, muss mehrere Geräte aufstellen. Glaubt man den Entwicklern, dann lernt das Aufpasser-Tools hinzu und passt sich den Gewohnheiten seines Besitzers an. Auf Indiegogo weisen sie etwa darauf hin, dass Haustiere für das Gerät kein Problem sein. Mit Hilfe der Smartphone-App ließen sich auch individuelle Anpassungen vornehmen. Leider beschreiben die Macher nicht, wie sensibel die Sensoren reagieren und wie groß der Radius des Überwachungssystems ist.

Finanzierungsziel weit überschritten

Um Canary dauerhaft nutzen zu können, wird es über einen normalen Stromanschluss mit Energie versorgt. Jedes Familienmitglied sollte aber die benötigte App auf dem Smartphone installiert haben, um das Gadget steuern zu können. Für Interessenten mit Kindern ohne Mobiltelefon dürfte das ein Problem sein.

Die Finanzierungsphase von Canary läuft bis zum 26. August. Die angepeilte Summe von 100.000 US-Dollar wurde ohne Probleme gemeistert. Das Projekt wird bereits mit über 940.000 US-Dollar unterstützt. Die günstigste Variante ist für knapp 200 US-Dollar erhältlich. Weitere Angebote und Informationen gibt es bei Indiegogo oder auf der Website von Canary.