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Cambridge Technology verklagt Firmengründer

07.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Dienstleister Cambridge Technology Partners (CTP) hat Klage gegen seinen ehemaligen CEO (Chief Executive Officer) und Gründer James Sims eingelegt. Die US-Company wirft dem im Juli 1999 ausgeschiedenen Sims vor, mit der Gründung seines Beratungsunternehmens Gen3 Partners in direkte Konkurrenz zu CTP getreten zu sein und somit die Vereinbarungen verletzt zu haben, die er beim Verlassen der Firma unterzeichnet hat. Diese besagen laut CTP, dass Sims innerhalb der ersten zwölf Monate in kein Konkurrenzverhältnis zu CTP treten darf. Das IT-Beratungshaus, das eine schwere Krise durchmacht, beschuldigt seinen Ex-Chef ferner, Mitarbeiter abgeworben zu haben, darunter den ehemaligen Finanzchef des Unternehmens, Arthur Toscanini. Auch gegen Toscanini, der inzwischen CFO (Chief Financial Officer) bei Gen3 Partners ist, hat CTP Klage eingereicht. Beide Manager sollen ihre Kompensationspakete, die sie beim

Ausstieg aus der Firma erhielten, an CTP zurückzuerstatten. Sims hat sämtliche Vorwürfe dementiert. "Sie entbehren jeglicher Grundlage," erklärte er. "Gen3 Partners konkurriert nicht mit CTP." Außerdem hätten alle Ex-Mitarbeiter von CTP aus eigenen Stücken zu Gen3 Partners gewechselt.

Gen3 Partners bietet E-Commerce-Consulting. CTP war bislang vor allem im klassischen Beratungsgeschäft für den ERP-Bereich (Enterprise-Resource-Planning) tätig. Seit die Nachfrage auf diesem Sektor jedoch gesunken ist, versucht das Unternehmen, im Internet-Geschäft Fuß zu fassen.