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Cacheflow rutscht tiefer in die roten Zahlen

07.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der einstige Börsen-Highflyer Cacheflow wies in seinem dritten Fiskalquartal einen Nettoverlust von 119,2 Millionen Dollar aus. Im vergleichbaren Vorjahresquartal lag das Defizit mit 15,8 Millionen Dollar deutlich niedriger. Das operative Ergebnis - ohne Sonderaufwendungen wie akquisitionsbedingte Kosten - betrug minus 18,3 Millionen Dollar oder 49 Cent je Aktie. Analysten hatten zuletzt mit einem Verlust von 44 Cent pro Anteilschein gerechnet. Der Umsatz des Internet-Caching-Experten stieg von acht Millionen auf 21,2 Millionen Dollar. Gegenüber dem zweiten Fiskalquartal büßte die US-Company jedoch um 35 Prozent ein. Für das schlechte Ergebnis machte Cacheflow die allgemein schwache Konjunktur sowie die zunehmende Konkurrenz verantwortlich.

Den Weg aus der Misere sollen nun vor allem Stellenkürzungen weisen. Cacheflow will zehn bis 15 Prozent seiner Mitarbeiter auf die Straße setzen. Konsequenzen ziehen wird auch der Finanzchef des Unternehmens: Sobald ein Nachfolger gefunden ist, will er aus der kalifornischen Firma ausscheiden. Die Aktie von Cacheflow, die im November 2000 noch bei 150 Dollar gehandelt wurde, verlor am gestrigen Dienstag um vier Dollar auf zehn Dollar.