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Caatoosee sieht tiefrot

28.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bedingt durch hohe Abschreibungen und unrentabler Beteiligungsgeschäfte steigerte die schwäbische Internet-Agentur Caatoosee AG im Geschäftsjahr 2002 (Ende: 28. März) ihren Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahr von 7,8 Millionen auf 54,9 Millionen Euro. Das Ergebnis wurde nach Angaben des Unternehmens mit Einmalaufwendungen in Höhe von 26,9 Millionen Euro belastet. Dazu zählen allein 14,5 Millionen Euro in Form von Wertberichtigungen auf Geschäfts- und Firmenwerte, bei der Rückabwicklung und dem Verkauf von Beteiligungen entstand den Leonbergern ein Verlust von 6,7 Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wiesen die selbsternannten Informationslogistiker ein Defizit von 8,4 Millionen Euro aus.

Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr von 23,1 Millionen auf 42,4 Millionen Euro. Den Zuwachs hat das Unternehmen mit Einnahmen von 24,9 Millionen Euro in erster Linie seiner indonesischen Beteiligung Sigma zu verdanken. Der Umsatz in Deutschland sank dagegen von 17,4 Millionen auf 12,3 Millionen Euro.

Trotz der hohen Verluste äußerte sich Vorstandschef Guido Alt optimistisch für das laufende Geschäftsjahr. Alt bezeichnete den Auftragseingang im ersten Quartal als sehr ermutigend, wenngleich nach wie vor eine Investitionszurückhaltung erkennbar sei. Obwohl die liquiden Mittel im Jahresvergleich von 45,4 Millionen auf 24 Millionen Euro zurückgingen, sieht sich Caatoosee damit finanziell gut gepolstert. (mb)