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CA schreibt trotz Umsatzplus rote Zahlen

15.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Computer Associates (CA) hat im Ende März abgeschlossenen vierten Quartal seines Geschäftsjahres seinen Umsatz von 772 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 801 Millionen Dollar gesteigert und damit knapp die eigene Prognose übertroffen. Vor allem Sicherheits- und die traditionellen Enterprise-Management-Produkte verkauften sich gut. Dafür sanken die Einnahmen in den Bereichen Professional Services (minus 18 Prozent) und Maintentance (minus 20 Prozent) merklich.

Unterm Strich schrieb das Softwarehaus aber mit 106 Millionen Dollar oder 18 Cent pro Aktie immer noch rote Zahlen. Im Vorjahresquartal hatte CA einen Nettofehlbetrag von 238 Millionen Dollar oder 41 Cent je Anteilschein ausgewiesen. Für das gesamte Fiskaljahr ergibt sich auf Basis von 3,12 Milliarden Dollar Umsatz (Vorjahr 2,96 Milliarden Dollar) ein Nettoverlust von 267 Millionen Dollar oder 46 Cent pro Aktie im Vergleich zu einem Minus von 1,1 Milliarden Dollar oder 1,91 Dollar je Anteilschein ein Jahr zuvor.

Firmenchef Sanjay Kumar erklärte, CA schlage sich wacker in einem von Investitionszurückhaltung geprägten Markt, in dem auch weiterhin keine sicheren Zeichen einer Erholung zu erkennen seien. Für das im März 2004 endende laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen Einnahmen zwischen 3,28 und 3,43 Milliarden Dollar, gab aber keine Gewinnprognose ab.

Die Börse reagierte erfreut auf das Ergebnis. Nachdem die CA-Aktie gestern zum Nasdaq-Fixing bereits 60 Cent fester bei 18,19 Dollar notiert hatte, stieg der Kurs nachbörslich nochmals auf 19,80 Dollar an.

Unabhängig davon teilte CA gestern mit, es habe vom US-Justizministerium und der Börsenaufsicht SEC zwei weitere Vorladungen im Zuge der anhängigen Untersuchungen bezüglich der Umsatzbilanzierung des Unternehmens erhalten. Details wurde nicht genannt. Es hieß lediglich, man kooperiere mit den Ermittlern. (tc)