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CA meldet Gewinneinbruch und weitere Bilanzprobleme

27.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Computer Associates (CA) hat im vierten Geschäftsquartal 2004/05 (Ende: 31. März) einen Gewinneinbruch um 81 Prozent verbucht. Wie das Unternehmen aus Islandia im US-Bundesstaat New York bekannt gab, schrumpfte der Nettoprofit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 89 Millionen auf 17 Millionen Dollar oder drei Cent pro Aktie. Das Ergebnis des Schlussquartals 2003/04 enthielt allerdings Erträge von rund 60 Millionen Dollar oder zehn Cent je Anteil aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen. Sondereffekte ausgeklammert, erzielte das Softwarehaus einen Pro-forma-Gewinn von 20 Cent pro Aktie und entsprach damit die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 910 Millionen Dollar - neun Millionen Dollar weniger als der Wall-Street-Konsens.

Für Enttäuschung unter den Finanzexperten sorgte auch die Ankündigung des Softwarehauses, es habe erneut Fehler in den Bilanzen der vergangenen fünf Geschäftsjahre festgestellt. Da nur "eine Handvoll Verträge" zwischen 1998 und 2001 nicht richtig verbucht worden seien, schätzt CA den Korrekturbedarf jedoch als gering ein. Bereits im letzten Jahr hatte der Systemsoftware-Hersteller nach dem Bekanntwerden eines Bilanzskandals Umsätze in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar neu ausgewiesen und eine Reihe von Topmanagern auf die Straße gesetzt. (mb)