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CA-Aktionär klagt gegen Wyly-Ruhigstellung

01.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein Aktionär von Computer Associates (CA) hat vor einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware Klage gegen den Konzernvorstand wegen dessen Einigung mit dem rebellischen Anleger Sam Wyly und dessen Firma Ranger Governance eingereicht. Wyly hatte sich gegen Zahlung von zehn Millionen Dollar bereit erklärt, fünf Jahre lang keine weiteren "Putschversusche" gegen die CA-Chefetage zu starten (Computerwoche online berichtete).

Der Kläger Chevra Machzikai Torah, vertreten von der Kanzlei Rosenthal, Monhait, Gross & Goddess, beschuldigt laut "Wall Street Journal" die insgesamt elf CA-Directors der Befangenheit sowie des Verstoßes gegen ihre Treuhänderpflicht. Die Transaktion habe offensichtlich "einzig und allein den Zweck verfolgt, dass die einzelnen Beklagten auf Kosten des Unternehmens ihre Positionen innerhalb der Firma behalten". Konzernsprecherin Rita O'Brien erklärte die Vorwürfe für haltlos und kündigte an, CA werde sich "mit Nachdruck" dagegen wehren. (tc)