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Buzz: Yahoo-Startseite auf Blog- und News-Fang

26.02.2008
Von pte pte
Yahoo hat heute, Dienstag, den Beta-Start von "Buzz" http://buzz.yahoo.com bekannt gegeben. Die Erweiterung der Yahoo-Services soll helfen, von Usern als besonders interessant und relevant eingeschätzten Web-Content auf die Startseite von Yahoo zu bringen. Zu diesem Zweck können Nutzer über die Qualität von Inhalten abstimmen, was deutlich an Digg http://digg.com und ähnliche Services erinnert. Allerdings wird bei Yahoo auch die Architektur der Suchmaschine das Ranking beeinflussen.

Die Grundidee, Nutzern zu erlauben, News-Beiträge, Blog-Einträge und anderen Content mit Buttons zu bewerten, ist im Internet bereits bewährt. Mit "Buzz Up" als Positiv-Bewertung statt "Digg it" wie bei der Social-News-Seite Digg wird das Rad nicht neu erfunden. Allerdings lässt Yahoo bei Buzz auch aus der eigenen Suche gewonnene Informationen einfließen, um die Popularität von Themen zu messen und in Verbindung mit den User-Stimmen das definitive "Buzz Score" zu ermitteln. Die so insgesamt bestbewerteten Inhalte werden nicht nur auf der Buzz-Seite prominent dargestellt, sondern auch für die eigentliche Yahoo-Startseite empfohlen.

Dies bedeutetet einen Größenfaktor als weiteren wesentlichen Unterschied zu Services wie Digg, Reddit http://de.reddit.com oder Del.icio.us http://del.icio.us . Die Yahoo-Startseite hat pro Monat 90 Mio. Besucher allein aus den USA, berichtet die New York Times. Ein Placement auf der Yahoo-Startseite kann entsprechende Spitzen im Web-Traffic bedeuten. People Digital http://www.people.com etwa gibt an, dass durch einen Link von der Yahoo-Startseite anlässlich eines "Sexiest Man Alive"-Beitrages die Yahoo-Referrals in diesem Zeitraum um mehr als das Elffache gestiegen seien. Es ist nicht verwunderlich, dass Yahoo anlässlich des Buzz-Starts nicht nur eine breite Öffnung für Content-Anbieter, sondern auch neue Werkzeuge für Werbende in Aussicht stellt.

In der jetzt gestarteten Beta-Phase umfasst Buzz nach Yahoo-Angaben Content von annähernd 100 Anbietern von großen Publishern bis zu kleinen, einflußreichen Blogs. Auf die Dauer soll das Service aber jedem Anbieter von Online-Inhalten offen stehen. Zunächst ist Buzz ein Angebot speziell für den US-Markt. Konkrete Pläne für einen Start im deutschen Sprachraum liegen noch nicht vor, so Yahoo Deutschland auf Anfrage von pressetext. (pte)