Das Dell Insider-Portal: Für alle, bei denen die Umsetzung mehr zählt als die Theorie:
Mit echten Fallbeispielen und Erfahrungsberichten zu den aktuellsten IT-Themen

Implementierung von SAP HANA

Businessprozesse optimieren mit Dell SAP HANA

18.10.2016

Für zukunftsfähigeUnternehmen ist es entscheidend, durch den Einsatz innovativer Technologien einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. So können Sie beispielsweise mithilfe der von SAP entwickelten In-Memory-Plattform SAP HANA ihre Businessprozesse optimieren. Das Akronym HANA steht hier für High Performance Analytic Appliance. Der große Vorteil der In-Memory-Technologie: Die Datenbank des ERP-Systems befindet sich nicht wie sonst üblich auf der Festplatte, sondern im Arbeitsspeicher des Servers. Von der dadurch massiv beschleunigten Datenverarbeitung können alle Geschäftsbereiche eines Unternehmens ebenso profitieren wie IoT- und Big Data-Anwendungen. Am Beispiel der JOSERA GmbH & Co. KG zeigt sich, wie mithilfe von Dell die Implementierung von SAP HANA erfolgreich gelingen kann. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Dell eng mit SAP zusammen und hat bereits erfolgreich Hunderte von SAP-Lösungen in zahlreichen Unternehmen verschiedener Branchen implementiert. Gemeinsam mit seinen Partnern unterstützt Dell Unternehmen auch bei der Planung und Realisierung aktueller Projekte zu SAP HANA.

JOSERA ist seit 75 Jahren erfolgreich in den Branchen Tierernährung und Lebensmittel tätig. Seit Anfang des Jahrtausends bietet das Unternehmen seine Heimtiernahrung über Handelspartner online an. Als mittelständisches Familienunternehmen entwickelt sich JOSERA stetig weiter und setzt nachhaltig auf Innovation, Verantwortung und Sicherheit.

Seit wann setzen Sie auf Dell SAP HANA?

Im Jahr 2015 wurde eine Analyse des vorhandenen ERP-Systems (ERP: Enterprise-Resource-Planning) durchgeführt. Diese kam zu dem Ergebnis, dass die Flexibilität des bestehenden ERP-Systems nicht länger gegeben war, um auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren und die abzubildenden Geschäftsprozesse ohne Brüche darstellen zu können. Aufgrund der nicht mehr vorhandenen Updatefähigkeit konnten technische Innovationen des bestehenden ERP-Systems nicht mehr implementiert werden. Es existierte im Gesamtunternehmen keine einheitliche ERP-Plattform, was zu viel Synchronisationsaufwand führte.

Deshalb wurde ein Auswahlverfahren für ein neues ERP-System durchgeführt. Dies wurde flankiert durch eine TCO-Analyse, bei der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Hosting-Modellen mit verschiedenen Szenarien des Inhouse-Betriebs verglichen wurden. Als Ergebnis entschied sich JOSERA für die Einführung von SAP HANA auf Basis eines Tailored Datacenter Integration (TDI) Konzepts von Dell.

Wie lief die Umstellung auf Dell SAP HANA ab?

Alle Systeme der ERP-Systemlandschaft wurden gemeinsam mit Dell und einer externen SAP-Basisberatung in Betrieb genommen. Der SAP HANA HW Configuration Check wurde erfolgreich durchgeführt. Aktuell findet auf dem Entwicklungssystem, gemeinsam mit dem SAP Integrator, die Realisierungsphase statt. Der Go-Live des SAP HANA Projektes ist für den Januar 2017 geplant. Danach sollen KPI-Auswertungen unternehmenskritischer Finanz-, Vertriebs- und Produktionsdaten ausgeführt werden.

In einer großangelegten Studie wurde untersucht, wie Unternehmen in Deutschland SAP S/4 HANA einsetzen.
In einer großangelegten Studie wurde untersucht, wie Unternehmen in Deutschland SAP S/4 HANA einsetzen.
Foto: Studie S/4 HANA - Relevanz für SAP-Kunden, Erwartungen und Hindernisse; PAC 2015

Was hat Ihre Entscheidung für Dell SAP HANA am stärksten beeinflusst?

Die SAP HANA Plattform sollte für künftige Anforderungen skalierbar sein, weshalb die Wahl auf ein SAP HANA Tailored Datacenter Integration (TDI) Konzept von Dell fiel. Alle Komponenten mussten die dafür nötigen SAP Zertifizierung besitzen.

Da die Produktion am Standort JOSERA Deutschland im 24 x 7 Stunden-Betrieb läuft, die IT-Abteilung aber nur 12 x 5 Stunden pro Woche besetzt ist, war eines der weiteren Ziele des Projekts, die Einführung einer möglichst autark lauffähigen SAP-Plattform zu erreichen. Mögliche Infrastrukturausfälle sollen in weniger als 2 Minuten selbständig durch die Plattform kompensiert werden. In Bezug auf die Performance musste das SAP Produktivsystem mindestens die von SAP geforderten KPIs des SAP HANA HW Configuration Check Tools erfüllen. Alle Komponenten wurden redundant aufgebaut, verteilt auf zwei Rechenzentren.

Wie sieht die Implementierung im Detail aus?

Die SAP Systeme und Datenbanken laufen virtualisiert in einer VMware ESX 5.5 Umgebung mit insgesamt 4 ESX Servern. Die HANA Datenbanken laufen als VMs auf zwei Dell PowerEdge R930 Systemen mit Intel Xeon® Prozessor. Die SAP Application Server und die Sybase Systeme betreiben wir als VMs auf zwei Dell PowerEdge R730 Servern mit Intel Xeon® Prozessor.

Im Storagelayer fiel die Wahl auf die Dell Compellent SC8000 Plattform. Die Plattform hat pro RZ-Seite zwei aktive Controller, was zu einer echten Redundanz innerhalb jedes RZs führt. Als Datastores kommen ausschließlich Dell Live Volumes zum Einsatz, die transparenten Failover beim Ausfall einer RZ-Seite gewährleisten. Die Nutzung der Compellent Verwaltungssoftware war für uns schnell zu erlernen, da wir bereits Erfahrung mit der Verwaltungssoftware der Dell Equallogic Lösung hatten. Das Storagenetz wurde mit je 2 Brocade-Fiberchannel Switches pro Rechenzentrum realisiert. Das Clientnetz wurde mit 10Gbit Ethernet aufgebaut.

Mit der Compellent SC8000 Storage Lösung und den PowerEdge-Servern im VMware-Cluster konnten wir die komplette Infrastruktur zur SAP-Plattform von einem Hersteller bekommen. Das erleichtert den Support und die Zuordnung der Verantwortlichkeiten im Fehlerfall. Als weitere HA-Funktionalität wurde die HANA System Replication unter Suse Linux Enterprise Server for SAP installiert. Diese nutzt für Replication und Heartbeat eigene Netzwerklinks. Die SAP System Replication führt im Fehlerfall zu einem schnelleren Umschalten des SAP HANA Produktivsystems.

Welchen Einfluss hatte die Einführung von Dell SAP HANA auf Ihre IT-Landschaft?

Die Komplexität der IT-Landschaft wurde durch SAP HANA TDI Lösung zwar nicht reduziert, aber die die Flexibilität, die Skalierbarkeit und die Verfügbarkeit konnten gegenüber der bestehenden ERP-Lösung deutlich verbessert werden.

Dell PowerEdge R930 Server mit Intel Xeon® Prozessor bilden die Grundlage des von JOSERA eingesetzten SAP-HANA-Systems.
Dell PowerEdge R930 Server mit Intel Xeon® Prozessor bilden die Grundlage des von JOSERA eingesetzten SAP-HANA-Systems.
Foto: Dell

Wie optimieren Sie Ihre Businessprozesse mit Dell SAP HANA?

Durch die Einführung von SAP Process Orchestration zur Modellierung und zum Design von Geschäftsprozessen, vom gesamten Prozessablauf und der Reihenfolge der Aktivitäten bis zu den Interfaces und Datentypen, die zur Integration von SAP Systemen und Fremdsystemen benötigt werden. Alle Prozesse werden soweit möglich auf SAP Standard angepasst und dokumentiert, die Organisation passt sich der Supply-Chain an. Schnittstellen werden soweit möglich automatisiert und Auswertungen zentral in einer zukünftigen BI-Plattform zur Verfügung gestellt.

Welche SAP HANA Apps verwenden Sie?

Wir verwenden aktuell keine Apps im klassischen Sinn, sondern führen eine SAP HANA ERP 3-Systemlandschaft mit den Modulen CO, FI, MM, PP-PI, QM, SD, und WM ein.

Zusätzlich nutzen wir den SAP Solutionmanager als Sammlung von Werkzeugen, Inhalten und Services zur Unterstützung der Einführung und des späteren Betriebs der SAP HANA Systemlandschaft.

Was ist aus Ihrer Sicht für ein Unternehmen wie JOSERA wichtig, um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben?

Eine "Digitale Agenda" zu entwickeln und umzusetzen. Kundenwünsche zu antizipieren und entsprechend zielgruppengerechte Produkte bester Qualität zu bestmöglichen Preisen anbieten und liefern zu können. Und das alles mit optimaler IT-Unterstützung.

Wie hat Dell Sie konkret dabei unterstützt, die SAP HANA Lösung zu realisieren?

Dell hat uns in allen bisherigen Projektphasen kompetent unterstützt. Das begann in der PreSales-Phase mit diversen Inhouse-Workshops. Hier wurde die Auswahl der für unsere Anforderungen optimal geeigneten Plattform vorgenommen. Dell bot uns schon in dieser Phase die Möglichkeit, im Dell Solution Center in Frankfurt erste Vorabtests an der von uns favorisierten Plattform durchzuführen. Direkt nach Abschluss des Kaufs stellte uns Dell einen eigenen Projektmanager zur Verfügung. Dieser koordinierte den kompletten Beschaffungs-, Implementierungs- und Abnahmeprozess. Die Implementierung bei uns vor Ort wurde durch Dell eigene Delivery Engineers vorgenommen. Nach einer mehrwöchigen "Einschwing- und Kennenlernphase" vereinbarten wir eine weitere Session mit Dell. In dieser optimierten wir unserer Lösung gemeinsam mit spezialisierten Dell Engineers durch ein Fine-Tuning. Alles in allem fühlten wir uns während des gesamten Projekts durch die Firma Dell sehr gut betreut.

Weiterführende Links

Dell Tech Page One: So verwalten Sie problemlos Ihre Unternehmenstechnologie

SAP S/4 HANA: Das Upgrade in die Zukunft

IDC Studie: Zukunftsfähigkeit - Die IT als Schlüssel für mehr Umsatz