Performance-Indikatoren weisen den Weg

Business Objects forciert Trendanalysen

26.07.2002
MÜNCHEN (IDG) - Der Business-Intelligence-Spezialist Business Objects (BO) hat sein Framework "Application Foundation" mit dem Ziel überarbeitet, integrierte Analyseapplikationen unternehmensweit nutzen zu können. Die vorgestellte Version 3.0 enthält neue Engines, die Trendprognosen unterstützen.

Die neuen, im BO-Werkzeug eingebetteten Modellierungs- und Prognose-Features stammen von der kalifornischen Kxen Inc., einem auf Data-Mining-Techniken spezialisierten Hersteller. Einfluss auf Release 3.0 hatte auch die Partnerschaft zwischen Business Objects und der Think Analytics Corp., die eine Plattform für Echtzeit-Data-Mining anbietet. Application Foundation arbeitet jetzt mit einer Process-Control-Engine, die Informationen aus diversen Unternehmensbereichen sammelt, diese mit festgelegten Kennzahlen vergleicht und im Fall von Abweichungen vor Fehlentwicklungen warnt. Kritische Prozesse, die Einfluss auf die Qualität etwa von Produkten oder Dienstleistungen haben, lassen sich über dieses Monitoring überprüfen und analysieren, meint BO-Manager John Kreisa.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, verfügt Application Foundation auch über erweiterte Workflow- und Personalisierungsfunktionen. Sie erlauben dem Benutzer eine für seinen Bereich geeignete Sicht auf zentrale Performance-Indikatoren (KPIs = Key Performance Indicators). Version 3.0 soll Ende dieses Monats für Windows NT, Windows 2000 und Sun Solaris zur Verfügung stehen.

Derartige Lösungen werden von der Branche inzwischen als Business-Performance- oder Corporate-Performance-Management bezeichnet. Gemeint sind intelligente Analyseverfahren, mit denen die an eine Geschäftsstrategie gekoppelten Prozessdaten beobachtet und ausgewertet werden können. BO-Konkurrenten wie Cognos, Hyperion und Ascential sind ebenfalls auf diesen Zug aufgesprungen. (ue)