Rational Insight

Business Intelligence - auch für die IT

19.02.2013 | von Christian Stahn
In vielen Unternehmensbereichen haben sich BI-Konzepte etabliert, nur in der IT selbst sind sie die Ausnahme. Hier ein Überblick, welche Prozesse sich damit kontrollieren lassen und was Komplettlösungen wie "Rational Insight" dabei leisten.
IT-Prozesse kontrollieren.
IT-Prozesse kontrollieren.
Foto: fotolia.com/imageteam

Die Zeiten, in denen der Einsatz von Lösungen für Business Intelligence (BI) und Corporate-Performance-Management (CPM) auf die Bereiche Finance and Controlling beschränkt war, sind in den meisten Unternehmen vorbei. Längst werden die Möglichkeiten leistungsstarker BI-Werkzeuge für Reporting und Analyse sowie verstärkt auch für die Planung in anderen Unternehmensbereichen genutzt, so etwa vom Sales und Marketing bis hin zur Personalabteilung. Ferner herrscht weitgehend Konsens darüber, dass sich die Bündelung von BI-Kompetenzen in Business Intelligence Competence Centern (BCC) vorteilhaft auf Effektivität und Effizienz der Informationsversorgung auswirkt. Dies hat bereits in vielen Unternehmen zu einer Neuausrichtung der operativen Umsetzung der BI-Strategie geführt. Diese Umstrukturierungen gehen meist einher mit einer Zusammenführung der gewachsenen, heterogenen Insellösungen verschiedener BI- und Data-Warehouse-Implementierungen. Doch obwohl diese Konsolidierungs- und Zentralisierungsmaßnahmen oft in der Verantwortung der IT liegen, könnte gerade dieser Unternehmensbereich die genannten Erkenntnisse häufig noch wesentlich besser umsetzen, als es bisher geschieht.

Reporting nur punktuell

Exemplarisch soll hier auf das Application-Lifecycle-Management (ALM) von Software und Systemen eingegangen werden. In den einzelnen Phasen der Entwicklung und des Betriebs sowie in den verschiedenen beteiligten Teams wird eine Vielzahl unterschiedlicher Software eingesetzt. Dies reicht von Werkzeugen zum Portfolio- und Projekt-Management über Anforderungs- und Defect-Management-Lösungen bis hin zu Tools zur Überwachung des Betriebs und der Einhaltung von SLAs. Dabei wird zur Gewinnung und Analyse der Informationen auf breiter Front auf die Auswertungsmöglichkeiten zurückgegriffen, die direkt von den verwendeten Werkzeugen bereitgestellt werden. Die Nutzung der integrierten Reporting-Möglichkeiten hat selbstverständlich ihre Vorteile. Für einen ausgewählten Adressatenkreis sind die gewünschten Informationen, häufig mit Hilfe vordefinierter Reports, schnell und einfach abrufbar.

Allzu schnell stößt man jedoch mit diesen "Bordwerkzeugen" an Grenzen. Werkzeug- und damit bereichs- oder domänenübergreifende Auswertungen und die Integration der Informationen in einen erweiterten Kontext sind damit nur schwer möglich. Was sind die Folgen? Aufgrund der vielen, unzusammenhängenden Einzelinformationen, die wegen des gesteigerten Aufwands ihrer Beschaffung und Aufbereitung zudem oft nicht schnell genug bereitgestellt werden können, erhöht sich das Risiko, falsche oder zumindest suboptimale Entscheidungen zu treffen. Verschiedene Formate und die Herkunft von Daten aus unterschiedlichen Quellen erschweren die Vergleichbarkeit. In der Konsequenz ergeben sich zum Teil gravierende Informationsdefizite. Der Status sowie die Effektivität und Effizienz von Prozessen und Methoden der Projekte können kaum noch objektiv beurteilt werden. Insgesamt verlagern sich die Aktivitäten vom Agieren aufs Reagieren, gleichzeitig kann die Wirksamkeit von gegensteuernden Maßnahmen nur schwer bewertet werden.

Aus Sicht der beteiligten Entscheider (von Team- und Teilprojektleitern bis hin zur Geschäftsführung) sind dies nur schwer hinzunehmende Einschränkungen. Höchste Zeit also, das Prinzip von Business Intelligence, die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Form zur Verfügung zu stellen, auch auf das ALM anzuwenden. Dabei sollten natürlich die bereits im Unternehmen vorhandenen BI-Applikationen zur Anwendung kommen und die vorhandenen Governance-Richtlinien, Kompetenzen und Erfahrungen genutzt werden.

Beispiele für Ziele, Kennzahlen und Dimensionen für einige Domänen des ALM

Domäne

Ziele

Kennzahlen

Dimensionen

Requirements-Management

• Stabile Anforderungen

• Kontrollierte Änderungen

• ...

• Anforderungen (#)

• Änderungen (#)

• Requirements Churn

• ...

• Zeit

• Programme

• Projekte

• Projektphasen/Iterationen/Sprints

• Teams

• Priorität (Anforderung/Test/Defect)

• Fehlerkategorien

• ...

Test-Management

• Vollständige Testabdeckung

• Erfolgreiche Testabwicklung

• Berücksichtigung Testaufwand

• ...

• Testfälle/Anforderung

• Testfälle (#)

• Aufwand/Testfall

• Automatisierungsgrad

• Fehlgeschlagene Regressionstestfälle

• ...

Defect-Management

• Zeitnahe Fehlerbehebung

• Nachhaltige Fehlerbehebung

• ...

• Defects (#)

• Dauer Fehlerbehebung

• Erfolgreiche Nachtests

• ...

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