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Burton Group warnt Unternehmen vor Skype

17.03.2006
Auch wenn Kosteneinsparungen und eine verbesserte Kommunikation locken - aus Sicht der Burton Group birgt die Internet-Telefonie von Skype auch viele Risiken, die Firmen berücksichtigen sollten.

Im Burton-Report "Debunking the Hype about Skype" kritisiert Senior Analyst Irwin Lazar an Skype unter anderem die fehlende zentralisierte Verwaltung und Kontrolle und dass sich Gespräche mit externen Dateneinheiten nicht protokollieren lassen. Ferner sei die Software der eBay-Tochter proprietär und lege ihre Protokolle nicht offen, könne eine Hintertür ins Unternehmensnetz öffnen, biete kein Sicherheitskonzept mit strenger Authentifizierung und biete last, but not least keine garantierten Service Levels für Sprach- und Videoleistung.

"Wenn das Risiko für das Unternehmen zu hoch ist, lassen Sie die Finger von Skype", schreibt Lazar. Wenn aber die Vorteile überwiegen, solle man Skype ruhig als Teil der firmenweiten Kommunikationsstrategie berücksichtigen. Der Erfolg von Skype habe bereits zu einer ganzen Reihe konkurrierender Services geführt, und zwar sowohl von etablierten Instant-Messaging Anbietern wie AOL, MSN oder Yahoo! als auch von Start-ups wie Gizmo und Tello. Der Analyst geht generell davon aus, dass der Markt für integrierte Kommunikationsdienste weiterhin sehr schnell wachsen wird.

Wer möchte, kann sich Lazars Ausführungen aus dem Burton-Blog "Inflection Point" auch als MP3-Datei herunterladen und anhören. (tc)