Burnout - ein Thema von gestern?
Nicht wenige Personalexperten beschreiben 2011 als das Jahr des Burnouts. Was kann es danach noch geben? Diese Frage stellte die computerwoche dem Karriereberater Raoul Wintjes (www.computerwoche.de/2503836). Seine Antwort: "Das Massenphänomen ‚ÄöBurnout` wird langsam entmys-tifiziert. Ein bewussterer Umgang mit den eigenen Ressourcen wird gesellschaftsfähig. Chefs achten mehr darauf, wie ihre Mitarbeiter arbeiten. Die Bedeutung der Präsenzkultur nimmt ab. Gleichzeitig handeln gerade junge Jobsuchende immer mehr Vorteile für sich aus."
Im Online-Forum von www.computerwoche.de präsentierte ein Leser mit dem Pseudonym "los-gelassen" eine ganz andere Sicht auf das Thema: "Was kommt nach dem Thema Burnout? Schaut man sich die Burnout-Foren an oder die Überbuchungen bei Psychotherapeuten und Coaches, wird klar, dass wir uns bei diesem Thema mittendrin und nicht in der Zeit ‚Äödanach` befinden. Hier sollte es wichtig sein, zum einen ein Angebot an präventiven Maßnahmen für Mitarbeiter in Unternehmen zu schaffen, zum anderen auch die Führungskräfte für dieses Thema zu sensibilisieren. Sie sind keine Therapeuten und sollten sich nicht als solche verkaufen. Sie sollten persönliche Probleme bei ihren Mitarbeitern aber erkennen und diese gegebenenfalls an Anlaufstellen weiterleiten. Dies liegt meiner Meinung und Erfahrung nach (ich bin Personalentwicklerin in einem mittelständischen Unternehmen) im Verantwortungsbereich der Führungskraft."
Ein anderes Karrierethema bewegt den Leser mit dem Online-Pseudonym "waldemeister". Er bezieht sich auf einen CW-Bericht (www.computerwoche.de/karriere/2503199) über Frauen in der IT: "Ich bin dafür, dass in die Diskussion um Frauenquoten etwas mehr Ehrlichkeit einzieht. Im Moment ist es so, dass Unternehmen und Medien von Seiten der professionellen ‚ÄöGleichstellungsindustrie` die Agenda aufgedrängt wird, die da heißt: Mehr Frauen in Führungspositionen, am besten natürlich per Quote - damit die ersehnten gut dotierten und einflussreichen Pöstchen ohne jahrelange Plackerei bequem in Griffweite geraten. Verständlich zwar, aber nicht zielführend, denn eine Frauenquote würde Männer in grundgesetzwidriger Weise diskriminieren." (wh)
