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Burda steigt mit Beteiligung an Sevenload in den Markt für Videoportale ein

26.03.2007
Auch hierzulande wollen Medienkonzerne vom Hype um Youtube & Co. proftieren.

Der Münchner Medienkonzern Burda hat ein Fünftel der Anteile am Kölner Video- und Fotoportal "Sevenload" erworben. Zwar wurde über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart. Medienberichten zufolge soll er aber im hohen einstelligen Millionenbereich liegen. Burda will sich durch den Deal eine Plattform schaffen, um bisherige Print-Titel wie "Bunte", "Focus", "Freundin" oder "Cinema" sowie neue Themen stärker über das Web zu vermarkten. Bereits zuvor hatte das Unternehmen seine Internet-Ambitionen durch die Übernahmen der Firmen Holidaycheck und das Spieleportal Gamona unterstrichen. Weitere Zukäufe, die dem Konzern laut "Handelsblatt" bereits über 65 Millionen Euro gekostet haben, sind offenbar geplant.

Mit Sevenload verschaffen sich die Münchner auch einen Zugang zum Markt für selbstgemachte oder kommerzielle Online-Videos. In den letzten zwei Jahren hat vor allem das Video-Portal Youtube.com, das mittlerweile zu Google gehört, aufgrund seiner hohen Benutzerzahlen weltweit das Interesse der Marketiers erweckt. Zugleich fürchten traditionelle Medienkonzerne eine Abwanderung ihre Klientel und der Werbeinnahmen in das Web. Sie reagieren darauf mit der Gründung eigener Unternehmen oder Ein- und Zukäufen sowie neuerdings mit Urheberrechtsklagen gegen Youtube. Erst letzte Woche hatten die Medienkonzerne News Corp. und NBC Universal ein Konkurrenzunternehmen zu Youtube gegründet (die Computerwoche berichtete). Ein anderer Anbieter ist BitTorrent, über dessen Plattform jetzt die Filmstudios 20th Century Fox, Lionsgate, Paramount Pictures sowie TV-Sender wie MTV und Nickelodeon Filme und Videos vermarkten wollen. Hierzulande starteten beispielsweise Bertelsmann und RTL im August 2006 das Videoportal "Clipfish", das laut eigenen Angaben 250 000 registrierte Nutzer und 6,5 Millionen Tagesabrufe vorzeigen kann. Sevenload hat laut Betreiber 87 000 registrierte Nutzer und täglich 1,7 Millionen Zugriffe auf Videos und Fotos. (as)