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Bundeszentrale bietet wieder "Wahlmaschine" an

26.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wer für die Stimmabgabe am 18. September noch unsicher ist, dem könnte der "Wahl-O-Mat" helfen. Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet zur Bundestagswahl, wie schon 2002, im Internet wieder ihre interaktive Wahlmaschine an. Mit dem Wahl-O-Mat können Wähler testen, mit welchen Thesen der Wahlprogramme sie übereinstimmen. Damit wolle die Bundeszentrale keine Wahlempfehlung geben, aber auf spielerische Weise mit den Wahlprogrammen der Parteien vertraut machen, sagte ihr Präsident Thomas Krüger am Freitag in Berlin.

Bei 30 politischen Thesen muss per Mausklick entschieden werden: stimme zu, stimme nicht zu, neutral oder These überspringen. Im Ergebnis erfährt man, mit welcher Partei man am meisten übereinstimmt. Den ersten Praxistest bestand der Wahl-O-Mat am Freitag. Kurz bevor das Projekt online ging, bedienten Klaus Uwe Benneter (SPD), Günter Krings (CDU/CSU), Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen), Hans-Jürgen Beerfeltz (FDP) und Bodo Ramelow (Linkspartei) die Wahlmaschine. Im Ergebnis stand bei ihnen an erster Stelle ihre jeweilige Partei.

Die Software für den Wahl-O-Mat wurde 1998 in den Niederlanden entwickelt. Die Bundeszentrale für politische Bildung erwarb die Lizenzrechte. Zur Bundestagswahl 2002 wurde die Wahlmaschine 3,6 Millionen Mal genutzt. Seither wurde sie für jede Landtagswahl und zur Europawahl angeboten. (dpa/tc)