SASPF für Herkules-Projekt

Bundeswehr startet SAP-Einführung

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Mehr als 10.000 Nutzer arbeiten bei der Bundeswehr jetzt mit SASPF. Die Standard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien verwenden Software-Lösungen von SAP.
Im Rechenzentrum der Bundeswehr.
Im Rechenzentrum der Bundeswehr.

Im vergangenen Jahr hat der IT-Generalunternehmer der Bundeswehr, die BWI Informationstechnik GmbH (Siemens IT Solutions and Services und IBM Deutschland), mehr als 10.000 Nutzer in der Bundeswehr mit SASPF, den Standard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien auf Basis von SAP, ausgestattet. Insgesamt soll die BWI SASPF für 45.000 Nutzer in der Bundeswehr einführen.

SASPF ist ein zentrales Projekt zur Modernisierung der Bundeswehr durch die Einführung betriebswirtschaftlicher Standardsoftware. Ziel ist die Harmonisierung der administrativen und logistischen Prozesse auf einer einheitliche Software-Plattform. Im Vordergrund steht ein ganzheitlicher Ansatz zur prozessorientierten, funktionsbereichsübergreifenden Integration von Betriebsabläufen der Bundeswehr auf der Basis von SAP-Produkten.

Wesentlicher Bestandteil der bisherigen Etappe war ein Teilprojekt in der Territorialen Wehrverwaltung mit vier Wehrbereichsverwaltungen, 56 Bundeswehr-Dienstleistungszentren und deren 158 Servicecentern. Sie können jetzt in den Bereichen Umweltschutz, Liegenschaftsmanagement, Rechnungswesen und Beschaffung auf Funktionen der SAP-Lösung zugreifen, die auf die Anforderungen der Bundeswehr angepasst worden ist. Die Nutzer können nunmehr einen Großteil der Aufgaben mithilfe der neuen Plattform erledigen.

Die BWI habe nun mit dem SASPF-Rollout im Bereich der Wehrbereichsverwaltung Süd alle inländischen Standorte der Territorialen Wehrverwaltung mit der Plattform ausgestattet. Die bisher verwendeten Systeme werden durch SASPF abgelöst oder über Schnittstellen mit dem neuen System verbunden.