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Bundesagentur dementiert Bericht über schwerwiegende Computerpannen

22.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat einen Medienbericht über Computerpannen mit teils gravierenden Folgen für Arbeitslosengeld-II-Empfänger dementiert. Das entsprechende Computersystem weise zwar noch Mängel auf und werde deshalb ständig weiterentwickelt. Im Juli kurzzeitig aufgetretene Auszahlungsprobleme seien aber längst behoben, betonte eine BA-Sprecherin am Montag. "Es gibt keine Probleme bei der Auszahlung von Arbeitslosengeld II."

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, die Bundesagentur habe weiterhin mit schwer wiegenden Computerproblemen zu kämpfen. Derzeit seien 160 Entwickler zum Teil nächtelang damit beschäftigt, pünktliche Auszahlungen sicherzustellen und die von der Telekom-Tochter T-Systems entwickelte Software in den Griff zu bekommen. Experten gingen davon aus, dass das System frühestens in zwei Jahren die geforderten Anforderungen erfüllt, berichtete das Blatt.

Mitte Juli hatte es nach BA-Angaben bei Einmalzahlungen vorübergehend Probleme gegeben. Damals hatten rund 250.000 Empfänger von Zuschüssen zu Klassenfahrten sowie Nachzahlungen nach Widersprüchen und Neubewilligungen rund eine Woche länger auf ihr Geld warten müssen. Normale monatliche Arbeitslosengeld-II-Zahlungen seien davon aber nicht betroffen gewesen, betonte eine BA-Sprecherin. Ursache der Computerpanne war ein Fehler, der beim Aufspielen einer aktualisierten Software-Version aufgetreten war. (dpa/tc)