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Bund will Haushaltshilfen im Internet vermitteln

14.05.2014
Putzhilfe gesucht? Nicht immer ist es einfach, jemanden zu finden, der verlässlich und gut ist. Die Bundesregierung will helfen - und dabei auch die Schwarzarbeit eindämmen.

Privathaushalte sollen ab kommendem Jahr über eine neue Internetplattform der Bundesregierung Haushaltshilfen suchen können. Einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung ("Groko will Putzen vermiutteln") bestätigte am Mittwoch eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums in Berlin. Ziel sei es, Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu entlasten. Es gehe um Tätigkeiten wie Putzen, Spülen, Aufräumen, Waschen oder Einkaufen. Die Plattform soll gewerbliche Anbieter haushaltsnaher Dienstleistungen an Familien vermitteln.

Die schwarz-rote Bundesregierung bei einer Kabinettsklausur in Merseburg
Die schwarz-rote Bundesregierung bei einer Kabinettsklausur in Merseburg
Foto: Bundesregierung / Kugler

Union und SPD hatten das Projekt bereits in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart (PDF-Link). Befragungen zeigten, dass Eltern sich Unterstützung im Haushalt wünschen, so die Sprecherin. In den vergangenen Jahren seien auch immer mehr Mütter früher auf den Arbeitsmarkt zurückgekehrt. "Doch immer noch erledigen überwiegend sie die Hausarbeiten selbst." Das nehme ihnen Zeit für Familie und Beruf.

Auch gegen Schwarzarbeit soll die Plattform helfen. Bis zu 90 Prozent der haushaltsnahen Dienstleistungen würden auf dem Schwarzmarkt erbracht. Der legale Markt in dem Bereich solle gestärkt werden. "Es geht nicht um Angebote der Kinderbetreuung und Pflege, auch nicht um medizinische Leistungen oder um spezialisierte Handwerkerleistungen", stellte die Sprecherin klar.

Der SPD-Familienexperte Fritz Felgentreu sagte der "Bild"-Zeitung hingegen, es sei denkbar, künftig auch Babysitter über die Plattform zu vermitteln. Der Unions-Familienexperte Marcus Weinberg (CDU) erläuterte, ältere Menschen könnten durch haushaltsnahe Dienstleistungen länger in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. (dpa/tc)