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Bulmahn: Laptops als Schulcomputer müssen billiger werden

07.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn findet Notebooks viel zu teuer. "Bringen Sie Laptops auf den Markt, die sich jeder Geldbeutel leisten kann und die damit in alle Ranzen passen", forderte die SPD-Politikerin heute in Hannover anlässlich der Eröffnung der CeBIT in einer Woche. Nach dem Anschluss aller Schulen ans Netz müsse nun so schnell wie möglich jeder Schüler mit einem eigenen Computer ausgestattet werden. "Wichtig ist der Einsatz der neuen Medien in jedem möglichen Unterrichtsfach. Denn unsere Kinder müssen heute lernen, wie man die Chancen der Zukunft nutzt", so Bulmahn weiter.

Die IT-Branche sieht die Ministerin in einer Phase der Konsolidierung. Gerade in Zeiten des Umbruchs aber sei die Qualifikation wichtig, um Arbeitsplätze zu sichern. Allen negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Trotz suche die Industrie weiterhin nach gut ausgebildetem Personal. Regierung und Sozialpartner hätten hier in Sachen Ausbildung, Arbeitsmarktpolitik und Green Cards die richtigen Schritte unternommen. "Die Investitionen in Bildung und Forschung werden bereits jetzt in neue Arbeitsplätze umgesetzt", erklärte die Ministerin. Auf der CeBIT demonstriere der "future parc" beispielhaft marktfähige Produkte aus Universitäten und Instituten. Die Messebesucher forderte die Ministerin auf, auf der CeBIT einen "großen Markt der Möglichkeiten" zu schaffen.

Online-Kommentar:

Computer in Schule und Unterricht mögen in manchen Bereichen ja durchaus Sinn machen - aber wozu bitteschön braucht jede Schülerin und jeder Schüler einen eigenen Laptop? Auf der Schule sollte man idealerweise das Lernen (als solches) lernen und nicht die Bedienung von Rechnern, die fünf Jahre später längst auf dem Schrottplatz der Geschichte gelandet sind. Statt Millionen von Euro in viel zu schnell veraltende und viel zu schwer zu verwaltende Hard- und Software zu stecken, wären die Mittel in zusätzlichen Lehrerstellen, sprich kleineren Lerngruppen und Klassen, und Lehrerfortbildung sicher allemal besser investiert. (tc)