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Bull-Chef sucht Partner für das Server-Geschäft

13.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die französische Groupe Bull speckt erheblich ab. Nachdem bereits die beiden Bereiche "Software" und "Smartcards" in eigenständige Gesellschaften ausgegliedert wurden, folgt nun das ehemalige Kerngeschäft, die Server. Damit würde im ehemaligen Staatskonzern nur mehr das Service-Business verbleiben.

Ziel von Bull-Chef Guy de Panafieu ist es, für die selbständigen Gesellschaften zahlungskräftige und –willige Partner zu finden. Für den Server-Bereich dürfte das nicht einfach werden wird, Bull kämpft seit Jahren mit roten Zahlen. Als mögliche Interessenten des geplanten Joint Ventures kommen eigentlich nur NEC und IBM in Frage. Die Japaner sind bereits mit 17,4 Prozent am Bull-Konzern beteiligt und halten einen 50prozentigen Anteil an einem Joint-Venture, das die Vermarktung von NEC-Servern in Europa zum Ziel hat. IBM als langjähriger Technologielieferant und Kooperationspartner wäre ebenfalls ein denkbarer Partner.