Startups auf der CeBIT 2015

Bühne frei für Startups und Investoren: SCALE 11

Klaus Hauptfleisch ist freier Journalist in München.
"Wo junge Kreative auf erfahrene Investoren und Unternehmen treffen" - das soll SCALE 11 für die Startup-Szene in Halle 11 der CeBIT 2015 sein. Thematisch bietet der Ausstellungsbereich ein anderes Spektrum als CODE_n in Halle 16, wo sich alles um das Internet der Dinge dreht.

Wäre der Zusammenhang nicht so ein ganz anderer, könnte man fast sagen: Es ist wieder Gründerzeit. Allein um Smartphones und das Internet der Dinge hat sich ein so fruchtbarer Nährboden für Firmengründungen entwickelt wie schon lange nicht mehr. Und die internationale Startup-Szene wird hofiert wie nie, was sicher auch erfolgreichen Vorbildern wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dem Tesla-Gründer Elon Musk oder in Deutschland den Samwer-Brüdern zu verdanken ist.

Scale 11 Logo
Scale 11 Logo
Foto: CeBIT

Unter dem Motto "Hier treffen Optimisten auf Förderer, Konzerne auf Jungunternehmer, Investoren auf Entwickler" will die CeBIT mit SCALE 11 eine führende Begegnungsstätte für Startups, potenzielle Kapitalgeber und etablierte Unternehmen schaffen. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel übernimmt die Schirmherrschaft, Catharina van Delden, Gründerin und CEO des Crowdsourcing-Softwareanbieters Innosabi, stellt sich als Botschafterin der Initiative zur Verfügung.

Das Rahmenprogramm richtet sich in diversen Workshops auch an Gründerinnen. Mit Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW-Bank, ist es denn auch eine erfolgreiche Frau, die gemeinsam mit Sigmar Gabriel über den vor mehr als zehn Jahren mit dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) entwickelten ERP-Startfonds und andere Fördermittel für Jungunternehmen sprechen wird. Die niedersächsische NBank wird ebenfalls am Eröffnungstag über die Beteiligungsbörse NCapital zu einem Kapitalpitch mit rund 120 Investoren einladen. Auch die Dax-Konzerne RWE und VW laden zu Pitches ein.

IBM packt mit an

Mit ihren flachen Hierarchien und kurzen Dienstwegen sind Startups meistens viel agiler als Traditionsunternehmen und erst recht als ein Riesenkonzern wie IBM mit über 400.000 Mitarbeitern. Big Blue arbeitet deshalb seit vielen Jahren mit kleinen Partnern zusammen. Seit fünf Jahren gibt es bereits das Global-Entrepreneur-Programm mit rund 6000 Startups, 150 davon in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz. So ist IBM auch der einzige Großkonzern, der sich bei SCALE 11 in Halle 11 mit einem eigenen Stand (E43) zeigt. In einer aus Containern zusammengesetzten Startup-Zone bringt der blaue Riese zwölf Unternehmen zusammen, die außer Konkurrenz Lösungen auf Basis von IBM-Technologien präsentieren.

Nur das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie das ihm unterstellte Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bringen mit ihrem Programm zur Förderung der Teilnahme junger innovativer Unternehmen an internationalen Leitmessen ähnlich viele Startups zusammen wie IBM mit seinen "SmartCamp Accelerators". Unter Hunderten von Bewerbungen werden jedes Jahr die Preisträger dieses Wettbewerbs ausgewählt.

Am IBM-Stand dabei sind unter anderen Momit, SmartCamp Winner aus Madrid vom Vorjahr, mit einer lernenden Smart-Home-Anwendung, sowie Tiramizoo, Sieger des SmartCamp in Berlin, mit einem Kurierdienst auf Web-Basis.