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BT Group profitiert vom DSL-Geschäft

19.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der britische Telekomkonzern BT Group hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Zuwächsen im Breitband- und IT-Geschäft die Umsatzrückgänge im traditionellen Festnetz abfedern können. Dank der neuen Dienste sei der Umsatz im Schlussquartal zum fünften Mal in Folge gestiegen, sagte Vorstandschef Ben Verwaayen am Donnerstag in London.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs "New Wave" erhöhte sich im vergangenen Jahr um 32 Prozent auf 4,47 Milliarden britische Pfund. BT hat Wachstumsfelder wie IT-Dienste und Breitband in eine eigene Sparte zusammengefasst, um die Umsatzrückgänge im angestammten Festnetzgeschäft auszugleichen. Die Zahl der DSL-Kunden wuchs bis Ende März auf mehr als fünf Millionen, was Verwaayen als Erfolg für die BT-Strategie bezeichnete.

Die Erlöse im traditionellen Festnetzgeschäft sanken 2004/2005 (Ende März) um neun Prozent. Hintergrund ist die verschärfte Konkurrenz durch günstige Anbieter, die auch der Deutschen Telekom und France Telecom zu schaffen macht. Wie andere frühere Monopolisten hat BT mit einer Erosion seines Marktanteils in der Festnetztelefonie zu kämpfen. Der Marktanteil sei um weitere 1,1 Prozent auf 62 Prozent gesunken, hieß es.

Der Konzernumsatz erhöhte sich im Gesamtjahr um ein Prozent auf 18,62 Milliarden Pfund und der Vorsteuergewinn vor Abschreibungen und Sonderposten stieg um vier Prozent auf 2,09 Milliarden britische Pfund. BT (früher British Telecom) erhöhte nach dem Ergebnisplus die Dividende um 22 Prozent auf 10,4 Pence. Mit seinem Ergebnis übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten. (dpa/tc)