BTs neuer Deutschlands-Chef im CW-Gespräch

BT auf dem Weg zum Solution-Provider

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Rainer Koppitz, der neue CEO von BT Deutschland, steht in den nächsten 18 Monaten vor großen Herausforderungen: Er muss das Unternehmen vom Netzbetreiber zum Lösungsanbieter transformieren.
Rainer Koppitz, CEO von BT Deutschland.
Rainer Koppitz, CEO von BT Deutschland.
Foto: Nfon

Global gut aufgestellt, Teams, die bereits international zusammenarbeiten und ein zuverlässiges Netz, so charakterisierte BT-CEO Rainer Koppitz im Gespräch mit uns auf der CeBIT die Situation von BT Deutschland. Doch das genügt in den Augen des CEO nicht mehr, um erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen: "Wir müssen den Kunden auf Basis unseres exzellenten Netzes einen Mehrwert bieten und zeigen, dass BT mehr als MPLS ist."

Hierzu will Koppitz BT-Deutschland in den nächsten 18 Monaten zu einem ICT Solution Provider transformieren. Im Fokus sollen dabei die drei Themen Cloud, UCC und Security stehen. Ein Transformationsprozess, der auch für die Mitarbeiter Folgen hat, denn laut Koppitz ist hierzu ein Skill-Umbau erforderlich. Allerdings ist der CEO überzeugt, "den Großteil der Mitarbeiter auf diesem Weg mitnehmen zu können". Sprich das Ganze ohne Stellenstreichungen bewältigen zu können. Ein Stellenabbau steht bei BT jedoch aus einem andern Grund an: Die Zentralisierung von einzelnen Diensten - etwa die Errichtung eines Competence Center in Ungarn - führt zum Wegfall dieser Stellen in den anderen Landesgesellschaften. Dafür hat das Unternehmen laut Koppitz ein Mitarbeiter-Abbau-Programm ins Leben gerufen.

Im Vergleich zum großen Konkurrenten Telekom sieht Koppitz aber BT bereits heute im Enterprise-Business besser aufgestellt: "Während die Telekom noch an einem paneuropäischen Netz arbeitet, haben wir bereits ein globales Netz und können etwa Services wie UCC zentral von England aus anbieten." Befürchtungen, dass ihm dabei die Skandale rundum den britischen Geheimdienst in Sachen Security das Geschäft vermiesen könnten, teilt er nicht. "Schließlich betreiben wir drei Rechenzentren in Deutschland nach deutschem Recht", erklärt Koppitz.