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BSA: Schadensersatzzahlungen erreichen 2004 Rekordhöhe

07.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Business Software Alliance (BSA) kann auf ein weiteres erfolgreiches Jahr in Sachen Ermittlung und Verfolgung unlizenzierten Softwareeinsatzes in Deutschland zurückblicken. Wie der Herstellerverband bekannt gab, hat sich die Zahl der abgeschlossenen Fälle im vergangenen Jahr auf 740 nahezu verdreifacht. Gleichzeitig stiegen die Schadensersatzzahlungen von Unternehmen, denen der Einsatz illegaler Software nachgewiesen werden konnte, um fast 40 Prozent an.

Neben den Informationskampagnen und Aufklärungsbemühungen führt Georg Herrnleben, Regional Manager für Zentraleuropa der BSA, diesen Erfolg auf die aktive Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften zurück. In den rund 2.620 Fällen von Software-Piraterie weist die Polizei nach BSA-Angaben in ihrer aktuellen Kriminalitätsstatistik eine Aufklärungsquote von über 97 Prozent vor.

Zu den bedeutendsten Fällen des vergangenen Jahres zählt die BSA unter anderem die "Operation Fastlink" vom 21. und 22. April 2004: Bei dem weltweit bislang größten koordinierten Schlag gegen die organisierte Software-Piraterie-Szene unterstützte die BSA zahlreiche Strafverfolgungsbehörden wie BKA und FBI. Bei 120 Durchsuchungen in Deutschland und zehn weiteren Ländern wurden dabei über 200 Rechner und Server beschlagnahmt und Software-, Games-, Musik- und Film-Raubkopien im Wert von etwa 50 Millionen Euro gefunden. Zurzeit wird gegen rund 100 Personen ermittelt.

Im Vergleich der Bundesländer löste Baden-Württemberg nun Bayern als "Spitzenreiter" ab: 21 Prozent aller deutschen Fälle behandelte die BSA hier, verglichen mit 20 Prozent im Freistaat. Auf Rang drei folgt Nordrhein-Westfalen mit 14 Prozent.

Aktuell sucht die BSA in einer Kampagnedas Gespräch mit Schulen und Universitäten. Der erste Schritt dazu ist der mit insgesamt 17.500 Euro und zahlreichen Sachpreisen dotierte "BSA Forschungspreis". Arbeiten werden noch bis 1. März entgegengenommen. (mb)