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BSA: Schaden durch raubkopierte Software in Deutschland steigt auf 1,84 Milliarden Euro

18.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - 29 Prozent aller Software in Deutschland waren nach Angaben des Branchenverbandes Business Software Alliance (BSA) 2004 Raubkopien. Der Schaden, der den Softwareherstellern daraus erwachsen sein soll, sei gegenüber dem Vorjahr um 140 Millionen Euro auf 1,84 Milliarden Euro gestiegen, heißt es weiter. Im Vergleich zu den deutschsprachigen Nachbarländern müsse der Kampf gegen Softwarepiraterie mit noch mehr Nachdruck betrieben werden muss, fordert die BSA.

Zwar sei der Anteil von Software-Raubkopien im vergangenen Jahr um einen Prozentpunkt gesunken, er liege aber immer noch hinter der Schweiz (28 Prozent) und Österreich (25 Prozent). EU-weit beträgt der Anteil unlizenzierter Software laut BSA 35 Prozent, der Umsatzausfall ist mit 12,2 Milliarden Dollar der höchste im Vergleich globaler Regionen. Weltweit sei durch die Piraterierate von ebenfalls 35 Prozent ein Schaden von 32,7 Milliarden Dollar entstanden. Das Zahlenwerk zur Entwicklung der Software-Piraterie 2004 hatte das Marktforschungsinstitut IDC auf der Basis der Hardware-Verkäufe und detaillierter Analysen zum Softwareeinsatz in 87 Ländern im Auftrag ermittelt. (tc)