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BSA nimmt Kreative ins Visier

01.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit ihrer jüngsten Kampagne adressiert die Business Software Alliance (BSA), ein Interessenverband von prominenten Softwarefirmen, der gegen Raubkopien der eigenen Produkte vorgeht, speziell die Kreativbranchen (Werbeagenturen, Design-Büros, Mediendienstleister und Web-Designer). In den vergangenen Monaten seien überproportional viele Hinweise auf illegale Software in diesen Branchen eingegangen, erklärte die BSA.

Unlizenzierte Software ist aus Sicht des Verbands vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen ein Problem, die noch keine Software-Management-Prozesse eingerichtet haben. In den kreativen Branchen komme noch die hohe Fluktuation der Mitarbeiter sowie die enge Zusammenarbeit mit freien Mitarbeitern hinzu. Die BSA bietet hier nach eigenen Angaben gern Hilfestellung, unter anderem mit kostenlos angebotenen Analyse-Tools.

Die neueste Kampagne steht unter dem Motto "Für lizenzierte Software geh ich meilenweit". Angelehnt an Tabakwerbung bekenne sich darin ein hart gesottener Abenteurer zu legaler Software. Dieser "Ideenklau" eines erfolgreichen Themas solle der Kreativen die Problematik des Softwarediebstahls aus Sicht der Softwareindustrie vermitteln, so die BSA. Wie üblich schreibt der Verband Unternehmen der "Zielgruppe" direkt an. Die Firmen können sich bei Interesse registrieren und haben dann 30 Tage lang Zeit, ihre Lizenzen zu überprüfen und gegebenenfalls nachzukaufen. Während dieser Karenzzeit unternimmt die BSA im Falle einer Anzeige keine rechtlichen Schritte (laufende Verfahren ausgenommen). (tc)