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"Digitale Agenda"

Brüssel will Musik-Downloads über Grenzen hinweg erleichtern

20.05.2010
Musikfreunde sollen zukünftig mehr Hits legal aus dem Internet herunterladen können - auch von Webseiten aus dem europäischen Ausland.

Das will die EU-Kommission erreichen und mit ihrem Aktionsplan "Digitale Agenda" generell eine Verbreitung des Internets mit seinen Angeboten fördern.

Gebäude der EU-Kommssion in Brüssel
Gebäude der EU-Kommssion in Brüssel
Foto: GFDL/Asterion

Online-Musikanbieter müssen für ein europaweites Angebot mit zahlreichen Verwertungsgesellschaften in den EU-Ländern einzeln verhandeln. Deshalb sind viele Internet-Märkte aus Sicht der EU-Kommission immer noch abgeschottet. Verbraucher könnten häufig keine Musik von Online-Plattformen herunterladen, weil die Lizenzen nur für ein bestimmtes Land gelten. In den USA gebe es viermal so viele Musik-Downloads wie in Europa, betonte die Kommission am Mittwoch in Brüssel.

Mit dem Aktionsplan will die EU-Behörde den grenzüberschreitenden Handel über das Internet innerhalb Europas erleichtern. So sollen etwa Zahlungsverfahren erleichtert, digitale Unterschriften verbessert und die Rechte in den Mitgliedstaaten vereinheitlicht werden.

Grenzüberschreitende Geschäfte via Internet gibt es in der EU nur selten: Lediglich 22 Prozent der Internetnutzer kaufen oder verkaufen Waren in anderen EU-Ländern. (dpa/tc)