Brüssel will DVB-H als europäischen Standard festlegen

16.07.2007
Die EU-Kommission plant einem Bericht des Focus zufolge den mobilen TV-Standard DVB-H in das Amtsblatt eintragen zu lassen. DVB-H wäre dann bei der Förderung durch die EU und deren Mitgliedsstaaten besonders zu berücksichtigen. Währenddessen führt Alcatel erste Tests zu dem neuen Sendeformat DVB-SH durch.

Europa soll künftig einen einzigen Standard für mobiles Fernsehen bekommen. Die EU-Kommission bevorzugt schon seit einer Weile den Standard DVB-H (Digital Video Broadcasting-Handheld) und möchte die Einführung und Verbreitung jetzt beschleunigen. So plant die zuständige Kommissarin Viviane Reding am kommenden Mittwoch, DVB-H ins Amtsblatt der EU eintragen zu lassen. Der Standard wäre dann von allen EU-Mitgliedsstaaten besonders zu fördern.

Durch die Vorgabe soll nach Vorstellungen Redings Europa eine Führungsrolle beim mobilen Fernsehen gesichert werden, ein Markt, der nach Schätzungen bis 2010 ein Volumen von neun Milliarden Euro erreicht. Der EU-Kommissarin gehen die Entscheidungen zum Handy-TV nicht schnell genug. Insbesondere für Deutschland findet sie klare Worte: "Wir dürfen nicht darauf warten, bis auch die letzte deutsche Landesmedienanstalt endlich entschieden hat, mit welchem Standard und mit welchen Frequenzen Handy-TV stattfinden soll."

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