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Brüssel verabschiedet Öffnung der "Letzten Meile"

27.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Europäische Parlament hat dem im Juni von der Europäischen Kommission eingereichten Vorschlag zur Liberalisierung der "Letzten Meile" des Telefonnetzes zugestimmt. Demnach sollen die ehemaligen TK-Monopolisten in den 15 EU-Mitgliedsstaaten, die nach wie vor die Hoheit über den Zugang zu den Endteilnehmern besitzen, das Ortsnetz nun vollständig für Mitbewerber öffnen.

"Es handelt sich hier um ein historisches Gesetz, nicht zuletzt wegen der Geschwindigkeit, mit der es verabschiedet wurde," freute sich der zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen. Brüssel habe gezeigt, dass man mit Internet-Geschwindigkeit reagieren könne. Der Finne erhofft sich von der Liberalisierung des Ortsnetzes, die bis zum 1. Januar 2001 durchgeführt werden muss, einen schnelleren Internet-Anschluss für EU-Bürger zu monatlichen Pauschalgebühren.

Fünf EU-Staaten haben ihr Ortsnetz bereits für die Konkurrenz geöffnet: Deutschland, Finnland, Dänemark, Österreich und die Niederlande. Italien, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Irland wollen bis Ende dieses Jahres folgen. Schweden ist bereits mit einer entsprechenden Gesetzesnovelle beschäftigt, während Belgien, Griechenland, Luxemburg und Portugal noch keinerlei Aktivitäten unternommen haben.