Browse dich schlank

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.

Wer statt Mozilla, Firefox oder Opera einen kompakten Browser sucht, sollte sich "K-Meleon" anschauen. Es handelt sich um einen Open-Source-Browser für Windows, der seit kurzem in Version 1.0 (http://kmeleon.sourceforge.net/) vorliegt. Die binäre Installationsdatei umfasst knapp 5 MB und fällt damit um einiges kleiner aus als der Installer von Firefox. Dennoch muss man bei K-Meleon auf nichts verzichten - ganz im Gegenteil, in einigen Bereichen ist dieser Browser sogar umfassender konfigurierbar als Firefox.

Die Software basiert auf der Gecko-Engine des Mozilla-Projekts, somit lassen sich Erweiterungen wie zum Beispiel Adobe Flash integrieren. Was mit Firefox und Co. funktioniert, läuft auch in K-Meleon. Auch bei der Bedienung gibt es viele Parallelen: K-Meleon beherrscht das Öffnen neuer Links in separaten Reitern - diese werden als "Schichten" bezeichnet - sowie News-Feeds, Popup-Blocker und dergleichen mehr. Zusätzlich haben die Entwickler großen Wert auf den Schutz der persönlichen Daten gelegt. Wie das Programm mit Cookies und Javascript umgehen soll, gibt der Nutzer genau vor. Zusätzlich kann der Anwender bestimmen, als welcher Browser sich K-Meleon gegenüber Web-Servern ausgibt.

Hilfreich ist auch die integrierte Makro-Sprache, mit der regelmäßige Arbeiten automatisiert werden können. Nur eines sollte man mit K-Meleon nicht machen: Die eingebaute Übersetzungsfunktion des Browsers, die die aktuell angezeigte Web-Site via Bablefish übersetzt, kann nur zur Erheiterung dienen. Oder können Sie sich unter "Oberseite-Verkaufende Verbraucher-Notizbücher" etwas vorstellen? Das Original lautete "Top-Selling Consumer Notebooks". (Jan Schulze)

CW-Fazit: K-Meleon ist schlanker als Firefox und bietet mit der integrierten Makro-Sprache vor allem Power-Usern interessante Möglichkeiten.