Aktie legt zu

Brocade kann Gewinn nahezu verdoppeln

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Der SAN-Switch-Hersteller Brocade Communications Systems hat im dritten Fiskalquartal dank verbesserter Margen, zweistelligem Umsatzplus und Kosten in der Vorjahreszeit seinen Nettogewinn um 90 Prozent gesteigert.

Vor Öffnung der US-Börsen legte das Brocade-Papier gleich einmal um elf Prozent auf 10,65 Dollar zu, nachdem das Unternehmen mit seinen Zahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen und CEO Michael Klayko erklärte hatte: "Die fundamentalen Markttrends und Treiber für die Kundennachfrage bleiben intakt."

Brocade wies für sein am 26. Juli abgeschlossenes Q3 einen Nettogewinn von 20,3 Millionen Dollar oder fünf Cent pro Aktie aus nach 10,7 Millionen Dollar oder drei Cent je Anteilschein in der vergleichbaren Vorjahreszeit. Damals hatten Kosten aus der Übernahme von McData das Ergebnis belastet.

Abzüglich Sondereffekten für Aktienvergütungen und Übernahmen stieg der Pro-forma-Gewinn im Jahresvergleich von zwölf auf 16 Cent pro Aktie. Die Einnahmen von Brocade wuchsen von 327,5 Millionen Dollar in der Vorjahreszeit um zwölf Prozent auf aktuell 365,7 Millionen Dollar. Die von Thomson Reuters befragten Analysten hatten im Mittel mit Einnahmen von 352 Millionen Dollar und 14 Cent je Anteilschein Pro-forma-Gewinn gerechnet. Die Bruttomarge steigerte Brocade von 50,6 auf 58,3 Prozent.

Im vergangenen Monat hatte Brocade die Übernahme des Router- und Switch-Herstellers für Firmennetze Foundry Networks angekündigt. Beide Firmen konkurrierten bis jetzt in unterschiedlichen Bereichen mit dem Marktführer Cisco Systems. Branchenkenner bewerteten den Kaufpreis von fast drei Milliarden Dollar als überhöht.