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Brocade erfüllt die schwachen Erwartungen

14.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Anbieter von Ausrüstung für Storage Area Networks (SAN), Brocade Communications Systems, verbuchte im Ende Juli abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal 2002/2003 einen Umsatz- und Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum: Die Einnahmen des kalifornischen Unternehmens sanken um 11,7 Prozent von 151 Millionen auf 134 Millionen Dollar. Der Nettoprofit schrumpfte im Jahresvergleich von 18,3 Millionen auf 1,9 Millionen oder einen Cent je Aktie. Laut Umfrage von First Call/Thomson entsprach Brocade damit jedoch der mittleren Erwartung der Analysten.

Der SAN-Spezialist gelang es nach eigener Schätzung, im Berichtszeitraum Marktanteile im mittleren Speichersegment hinzuzugewinnen. Um dies zu erreichen, senkte Brocade die Preise für seine Produkte im Quartal um durchschnittlich sieben Prozent. Außerdem intensivierten die Kalifornier ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten, um McData Paroli zu bieten, der mit seinem Midrange-Switch Sphereon 5400 gegen Brocades Silkworm 3200 antritt. Was Cisco betrifft, das von Highend-Segment aus angreift, erklärte CEO Greg Reyes, man sei in einigen Ausschreibungen aufeinander gestoßen. Der Konkurrent konzentriere sich jedoch insbesondere auf große Unternehmen.

Finanzchef Tony Canova geht davon aus, dass die Preise weiterhin sinken, langsam jedoch wieder Normalität in den Markt einkehren wird. So ist der CFO zuversichtlich, dass McData selbst nicht mit signifikanten Preissenkungen kontern wird. Für das laufende vierte Geschäftsquartal rechnet das Brocade-Management mit sequenziell stagnierenden oder auf 139 Millionen Dollar ansteigenden Einnahmen. Der Nettogewinn soll zwei Cent pro Aktie betragen. (mb)