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Broadvision warnt und entlässt

03.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Broadvision hat für sein erstes Fiskalquartal eine Gewinn- und Umsatzwarnung ausgesprochen. Um Kosten zu sparen, sollen 325 Mitarbeiter (15 Prozent der Belegschaft) entlassen werden. Für die Restrukturierung rechnet das auf E-Commerce-Software spezialisierte Unternehmen mit nicht näher benannten Belastungen im zweiten Fiskalquartal.

Für die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres geht Broadvision mit einem Verlust von 14 bis 16 Cent je Aktie aus. Die Einnahmen sollen zwischen 85 und 90 Millionen Dollar liegen. Nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial hatten Analysten ursprünglich einem Profit von zwei Cent pro Anteilschein und einem Umsatz von 134,3 Millionen Dollar erwartet.

Die US-Company gab zudem bekannt, dass der zuletzt für das vierte Fiskalquartal 2000 veröffentlichte ungeprüfte Bericht um rund vier Millionen zusätzliche Ausgaben ergänzt wurde. Diese Belastungen seien erst nach der damals publizierten Meldung entdeckt worden. Damit reduziert sich das Pro-Forma-Ergebnis von zwei auf ein Cent je Aktie. Im gesamten Geschäftsjahr 2000 sinkt der Pro-Forma-Gewinn ebenfalls um einen Cent auf zwölf Cent pro Anteilschein.