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Broadcom und LSI Logic senken Umsatzerwartung

14.09.2004

Broadcom und LSI Logic reihen sich in die immer größer werdende Gruppe von Halbleiterherstellern ein, die wegen der gesunkenen Nachfrage vor schwächeren Umsätzen warnen: Der auf Kommunikationschips spezialisierte US-Hersteller Broadcom rechnet nun für das laufende dritte Quartal bestenfalls mit leicht höheren Einnahmen als im vorangegangenen Dreimonatszeitraum (641 Millionen Dollar). Zuvor hatte die Company aus Irvine, Kalifornien, einen Zuwachs von fünf bis sechs Prozent auf 673 bis 680 Millionen Dollar Umsatz in Aussicht gestellt. Die Bruttomargen sieht Broadcom im dritten Quartal weiterhin auf dem Niveau des Vorquartals oder leicht darunter.

Als Begründung für die Umsatzwarnung führte Broadcom an, eine Reihe von Kunden hätten ihre Bestellungen wegen der hohen Lagerbestände verschoben. Dies betreffe aber vornehmlich Hersteller von Settop-Boxen und Handys, der Bereich Wireless-LAN und Bluetooth verbuche dagegen erneut ein starkes Quartal.

Ähnliche Probleme machen auch dem Chiphersteller LSI Logic im dritten Quartal zu schaffen: Das Unternehmen aus Milpitas, Kalifornien, rechnet wegen der hohen Lagerbestände bei seinen Abnehmern nur noch mit Einnahmen von 370 bis 400 Millionen Dollar, das sind im Schnitt 65 Millionen Dollar weniger als ursprünglich erwartet wurde. Gleichzeitig befürchtet LSI nun einen Verlust von 14 bis 17 Cent je Aktie. voraussichtlich in die Verlustzone abrutschen. So erwartet das Unternehmen im operativen Geschäft ein Minus von vier bis sieben US-Cent je Anteil. Zuvor hatte LSI schlimmstenfalls ein ausgeglichenes Nettoergebnis prognostiziert. (mb)