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British Airways und Virgin entschädigen Passagiere

18.02.2008
Von pte pte
Fast zwei Jahre lang haben die beiden Fluggesellschaften British Airways BA und Virgin Atlantic von insgesamt acht Mio. Passagieren zuviel Treibstoffkostenzuschlag kassiert. Passagiere hatten daraufhin eine Sammelklage gegen die Fluggesellschaften eingebracht. Die US-Anwaltskanzlei Cohen, Milstein, Hausfeld & Toll hat erwirkt, dass die beiden Gesellschaften insgesamt 200 Mio. Dollar an ihre Kunden auszahlen, berichtet der Tourismusportal Focus on Travel News http://www.ftnnews.com .

"BA und Virgin haben ihren Kunden zwei Jahre lang zu viel verrechnet. Die nunmehrige Vereinbarung deckt 100 Prozent der zuviel bezahlten Gebühren. Abzüge für Anwalts- und Gerichtskosten gibt es nicht", so Michael Hausfeld, Senior-Partner der Anwaltskanzlei. Insgesamt muss BA 140 Mio. Dollar bezahlen, der Rest entfällt auf Virgin Atlantic. Betroffen sind in erster Linie Kunden, die auf der Transatlantikstrecke unterwegs gewesen waren, heißt es im Tourismusportal. Die britische Wettbewerbsbehörde Office of Fair Trading und das US-Justizministerium konnte den Gesellschaften nachweisen, illegale Preisabsprachen getroffen zu haben. BA wurde zur Zahlung von 360 Mio. Euro an Strafgeld verurteilt. Virgin entging der Strafe, weil es die Absprachen zugegeben hatte.

Bei der Association of European Airlines AEA http://www.aea.be gibt man sich in dieser Sache zugeknöpft. Das müsse mit den jeweiligen Airlines selbst abgeklärt werden, so die Auskunft gegenüber pressetext. British Airways hat seine PR-Büros über allfällige Rückzahlungen der zuviel verrechneten Kerosin-Zuschläge nicht informiert. "Die Fluggesellschaft hat dazu nichts kommuniziert", erklärt die zuständige PR-Consulterin von PR-Plus auf pressetext-Anfrage. (pte)